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Sie sind hier: Fokus » Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit 24. Juli 2017
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Nahrungsmittelallergie: Neuste Richtlinien zu Diagnose und Therapie

Experten des US-National Institute for Allergy and Infectious Diseases haben Empfehlungen zum Management vermuteter und bestätigter Nahrungsmittelallergien publiziert. Hier eine Zusammenfassung.

 
Etwa 90% der vermuteten oder selbst empfundenen Nahrungsmittelallergien sind keine echten Allergien, davon gehen die Experten aus.

 

Im Unterschied zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind echte Allergien immunologische Reaktionen auf ein bestimmtes Protein, mit typischen Symptomen einhergehend.

 

Inhalt

 

Beschwerden /Symptome

Eine allergische Reaktion auf ein Nahrungsmittel passiert innerhalb von Minuten bis Stunden nach Riechen, Berühren oder Einnehmen eines bestimmten Nahrungsbestandteils.

 

Typische allergische Beschwerden sind:

  • Haut/Nesselausschlag
  • Starker Juckreiz
  • Atemwegprobleme (Atemnot)
  • Pfeifende Atmung

 

Zeichen einer potentiell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Reaktion (Notfall):

  • Haut: Rötung, Juckreiz, Nesselsucht, Schwellung durch Wasseransammlung im Gewebe
  • Atemwege: Nasenverstopfung oder Nasenlaufen, Juckreiz im Hals, Anschwellen der Kehlkopfschleimhaut, Würgen, pfeifende Atmung, Atemnot, Husten
  • Magendarm: Krämpfe, Bauschschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Herzkreislauf: Schwindel, Herzrhythmusstörung, Blutdruckabfall, Kollaps
  • Anderes: Angst, Konfusion, Lethargie, Krämpfe

 

Wichtig: Die Beschwerden lassen sich immer wieder durch den gleichen Nahrungsbestandteil auslösen; die Intensität der Reaktion variiert aber von Mal zu Mal.

 
 

Diagnosemöglichkeiten

Wichtige Anhaltspunkte für eine Nahrungsmittelallergie liefern die Krankengeschichte sowie der körperliche Befund. Allerdings  reichen diese nicht für eine Diagnose aus.

 

Testmöglichkeiten: Hauttests (Einimpfen oder Einritzen minimaler Mengen des vermuteten Nahrungsbestandteils) , Bestimmung der IgE-Antikörper im Blutserum oder durch Aufkleben von speziellen Patches, welche das Allergen enthalten. Dadurch werden wichtige Hinweise geliefert, eine definitive Diagnose ist damit aber nicht möglich.

 

Der aussagekräftigste Test ist der Provokationstest; hier muss der Betroffene den vermuteten Nahrungsbestandteil einnehmen. Wichtig: Dies darf nur unter ärztlicher Begleitung und unter Bereitschaft von Notfallmedikamenten sowie der Möglichkeit, den Patienten sofort hospitalisieren zu können, passieren.

 
 

Therapie/Behandlungsmöglichkeiten

Die wichtigste Behandlung einer echten Nahrungsmittelallergie: Vermeiden des allergisierenden Nahrungsbestandteils, nachdem die Diagnose gefestigt ist. Eine Diät ist nur bei positiver Diagnose notwendig.

Vorbeugend wird keine medikamentöse Therapie bei IgE-basierten Reaktionen empfohlen. Bei leichten Allergiesymptomen wie Hautrötungen oder Hautausschlägen können Antihistaminika (Anitallergika) angewendet werden. Weitere medikamentöse Möglichkeiten sind Wirkstoffe zur Bronchienerweiterung.

 

Bei schweren Symptomen: Sofortige Verabreichung von Adrenalin (Epinephrin), bei Bedarf wiederholen.  Weitere Massnahmen: Hochlagern der Beine, eventuell Sauerstoffgabe, Verabreichen von Flüssigkeit (als Infusion) sowie Hospitalisation.

 
 

Impfstoffe enthalten Eiweisse

Was tun, wenn eine bestätigte Ei-Allergie bei einem Betroffenen vorliegt?

Hier die Empfehlung des US-National Institute for Allergy and Infectious Diseases:

  • Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (Varicellen) können verabreicht werden.
  • Starrkrampf- und Gelbfieber-Impfung: Darauf verzichten oder vorher einen Allergie- und Impftest machen.
  • Grippeimpfung: Möglich, je nach Schwere der Reaktion auf Eier und je nach Gehalt an Ei-Proteinen im verwendeten Impfstoff.

 
 

„Auswachsen“ von Nahrungsmittelallergien – Geht das?

In der Literatur finden sich Belege, dass die meisten Kinder mit einer Milch-, Eier- und Weizenallergie diese Nahrungsmittel später allenfalls gut vertragen werden, aber nicht vor dem Teenager-Alter. Baum- und Erdnussallergien bleiben eher bestehen. Ist der Spiegel der allergiespezifischen IgE-Antikörper hoch, kann man daraus schliessen, dass eine bestimmte Nahrungsmittelallergie eher bestehen bleibt.

 
 

Vorbeugen von Nahrungsmittelallergien: Abschneiden von alten Zöpfen

Personen mit einem Elternteil oder Geschwister, welche unter allergischem Schnupfen, Asthma, Hautekzem oder einer definierten Nahrungsmittelallergie leiden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Nahrungsmittelallergie. Ein konsequentes Vermeiden von anderen Allergenen wie Milben, Pollen, Haustierschuppen oder den acht häufigsten Nahrungsmittelallergenen (Milch, Eier, Erdnüsse, Baumnüsse, Soja, Weizen, Fisch, Meeresfrüchte) zur Prävention wird dennoch nicht empfohlen. Auch Allergietestungen vor Zugabe oder Einnahme dieser Nahrungsmittel sind bei Risikopersonen ebenfalls nicht notwendig.

 

Zur Allergieprävention wird von den Experten das Stillen des Neugeborenen für 4-6 Monate empfoheln, wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht. Das Füttern von Säuglingen mit Sojapräparaten verhindert eine Nahrungsmittelallergie nicht. Auch eine verzögerte Einführung fester Nahrungsmittel bis nach 6 Monaten wird zur Allergieprävention nicht empfohlen.

 

Tellmed, J Allergy Clin Immunol 2010

03.01.2011 - dzu

 
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