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Sie sind hier: Fokus » Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit 17. Januar 2017
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Nahrungsmittelallergien: Unsinnige Diäten können zu Fehlernährung führen

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind viel häufiger als Nahrungsmittelallergien. Die allergischen Reaktionen bei Allergien können aber lebensbedrohlich sein. Bei der echten Allergie muss das allergieauslösende Nahrungsmittel deshalb strickt vermieden werden. Vor unsinnigen Diäten raten Experten dennoch ab.

Nahrungsmittel:
Allergie oder
Unverträglichkeit?
 

Zwar nehmen echte Nahrungsmittelallergien zu, sie sind aber immer noch deutlich weniger häufig als die Unverträglichkeit auf bestimmte Nahrungsmittel, wie Experten am diesjährigen Internistenkongress in Wiesbaden berichten.

 

Zwischen 1 und 10% der Gesamtbevölkerung in Deutschland leidet an einer echten Nahrungsmittelallergie. Durch die Zunahme der Pollenallergien haben aber auch die Kreuzallergien (pollenassoziierte Lebensmittelallergie) zugenommen.

 

So reagieren Heuschnupfen-Betroffene immer häufiger auch auf bestimmte Lebensmittel. Das hängt damit zusammen, dass die allergieauslösenden Pollen und das entsprechende Nahrungsmittel ähnliche Molekülstrukturen aufweisen, sodass der Körper auf beides empfindlich reagiert. Aber nur bei der echten Allergie reagiert auch das Immunsystem, wodurch es zum gefürchteten allergischen Schock kommen kann.

 

Überempfindlichkeit (Intoleranz) oder Allergie?

Für den Patienten ist es oft schwierig zu unterschieden, ob es sich um eine Unverträglichkeit oder um eine echte Allergie handelt. So suchen sie bei unklarenMagen-Darmbeschwerden den Arzt auf, mit der festen Überzeugung, dass es sich um eine Lebensmittelallergie handeln müsse. In 90% solcher Fälle könne aber keine Allergie festgestellt werden, so die Experten. Meist handle es sich um eine Unverträglichkeit auf ein bestimmtes Nahrungsmittel, welcher mit  einer Ernährungsumstellung abgeholfen werden kann.

 

Zu den häufigsten Auslösern einer Nahrungsmittelunverträglichkeit gehören: Lactose (Milchzucker), Fructose (Fruchtzucker), Gluten (bei Zöliakie) sowie Farb- und Konservierungsstoffe.

 

Die Symptome einer Nahrungsmittelintoleranz sind vielfältig. Häufig zeigen sich Reaktionen wie: Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Blähungen oder Krämpfe.  Auch Hautausschläge, Kopfschmerzen, Kreislauf- und Gelenkbeschwerden sind mögliche Zeichen. Da die Symptome eher schleichend auftreten, stellen die Patienten oft nicht sofort einen Zusammenhang zu einem Lebensmittel her.

 

Gefahr Allergie

Bei der echten Nahrungsmittelallergie hingegen reagiert auch das Immunsystem (Abwehrsystem) des Körpers auf das Allergen. Aufgrund einer spezifischen Überempfindlichkeit gegenüber ansonsten harmlosen pflanzlichen oder tierischen Eiweissen (Allergenen) kommt es zu einer Abwehrreaktion (Immunreaktion)des Körpers. Dabei können bei Aufnahme selbst geringster Mengen des Allergens Beschwerden entstehen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sind.

 

Lebensmittelallergien zeigen sich am häufigsten auf der Haut (Juckreiz, Nesselsucht, Quaddelbildung), den Atemwegen (Schnupfen, Schwellungen der Zunge sowie der Atemwege mit  Atemnot =allergisches Asthma) sowie an den  Augen (Bindehautentzündungen).

 

Entgegen landläufiger Meinungen sind Magen-Darmreaktionen wie Übelkeit und Durchfall bei der Nahrungsmittelallergie eher selten. Bei etwa 10% Betroffenen ist das Herz-Kreislaufsystem betroffen. Die gefährlichste Reaktion ist der allergische Schock (Anaphylaktische Schock) mit rapidem Blutdruckabfall, erhöhter Herzfrequenz bis hin zum Kreislaufzusammenbruch (Notfall).

 

Zwei Formen der Nahrungsmittelallergie

Die Nahrungsmittelallergien werden in zwei Typen eingeteilt: Beim Typ 1 handelt es sich um eine reine Lebensmittelallergie, z.B. auf Kuhmilch, Hühnerei, Erdnuss, etc. Vor allem Kinder leiden häufig unter einer Kuhmilch- oder Hühnerei-Allergie, welche sie aber in 70% der Fälle bis ins Schulalter wieder "auswachsen". Heftige Reaktionen (anaphylaktischer Schock) sind hier häufig. Deshalb ist es wichtig, dass sowohl die Kinder als auch die Betreuenden (Lehrer etc.) um die Allergie wissen, das auslösende Nahrungsmittel strikt meiden und vor allem auch die Notfallmassnahmen kennen.

 

Bei bekannter Allergie muss der Betroffene  einen Allergiepass sowie ein Notfallset auf sich tragen. Dieses enthält eine Adrenalin-Spritze (zum selber Spritzen), ein Antiallergikum (Antihistaminikum) sowie ein Glucocorticoid.

Jugendliche und Erwachsene hingegen leiden häufiger unter einer Typ-2-Allergie. Bei der Typ2–Allergie handelt es sich um eine Kreuzallergie (pollenassozierte- Lebensmittelallergie). Eine verbreitete Kreuzallergie ist die  Apfel-Birkenpollen-Allergie. Die Symptome sind meist moderat, wie zum Beispiel ein pelziges Gefühl im Mund und Kribbeln auf Zunge und  Lippen. Aber auch hier kann es zu schweren Reaktionen kommen. Weitere häufige Pollen-assoziierte Lebensmittelallergien finden Sie hier >>

 

Schwere allergische Reaktionen bei Kindern erfolgen am häufigsten aufgrund einer Nahrungsmittelallergie, gefolgt von Insektengift (Bienen- oder Wespen) oder  Medikamenten. Bei den Erwachsenen ist es umgekehrt: Hier sind schwere allergische Reaktionen häufiger durch Insektenstiche, Medikamente und erst dann durch Nahrungsmittel.

 

Welches Nahrungsmittel oder welche Lebensmittelbestandteile eine allergische Reaktion auslöste, ist oft schwierig zu eruieren. Meistens werden verschiedene Lebensmittel gleichzeitig konsumiert oder es handelt sich um verarbeitete und zusammengesetzte Nahrungsmittel. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie und Allergologie empfehlen bei der Allergensuche insbesondere auf folgende, häufig  Allergien verursachende Lebensmittel zu testen: Apfel, Baumnuss, Erdnuss, Fisch, Hühnerei, Karotten, Milch, Sellerie, Sesam, Soja, Weizen sowie bei Erwachsenen Krebstiere (Schrimps).

 

Bei der Kreuzallergie (pollen-assoziierte Nahrungsmittelallergie) reicht meist ein Hauttest auf Pollen aus; die Testung aller in Frage kommenden Lebensmittel sei meist nicht nötig.

 

Nahrungsmittelallergie – Wie behandeln?

Bekannte Allergene sind natürlich strikt zu meiden – das ist oft leichter gesagt als getan, auch wenn die Lebensmittelindustrie unter Deklarationspflicht steht. Jedenfalls warnen die Experten vor strikten, eigenmächtigen und unsinnigen Diäten. Um eine Fehlernährung zu vermeiden, sollte bei Nahrungsmittelallergie die Ernährung mit Fachpersonen besprochen werden. Es gibt nämlich zum Beispiel Lebensmittel (Äpfel), die in gekochter Form gut verträglich sind, in roher Form aber allergische Reaktionen auslösen können. Auch ist die Allergisierung nicht bei jeder Apfelsorte gleich stark. Und gerade dies wissen Betroffene oft nicht.

medscapemedizin.de, aha allergiezentrum schweiz

14.05.2013 - dzu

 
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