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Sie sind hier: Fokus » Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit 29. April 2017
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Erdnussallergie: Erdnussgewöhnung kann Kinder vor Allergie schützen

Das regelmässige Füttern von Säuglingen mit erdnusshaltigen Nahrungsmitteln kann einer späteren Erdnussallergie vorbeugen, so die Resultate einer britischen Studie in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine.

Erdnussallergie -
eine der häufigsten
Lebensmittelallergien
 

Die im Jahr 2000 veröffentlichten Leitlinien der American Academy of Pediatrics empfahlen Eltern, bei Kindern mit erhöhtem Allergierisiko auf allergene Nahrungsmittel (z.B. Fisch, Kuhmilch, Ei) zu verzichten. Insbesondere sollten erdnusshaltige Lebensmittel bis zum dritten Lebensjahr ganz vermieden werden.

 

2008 wurde diese Empfehlung aber wieder zurückgezogen, da nicht bewiesen werden konnte, dass ein solcher Verzicht von Nahrungsmitteln die Entwicklung von Allergien verhindern kann. Seither besteht die Frage, was zur Vorbeugung von Lebensmittelallergien besser ist: der frühe Kontakt mit entsprechenden Nahrungsmitteln oder deren strikte Vermeidung.

 

Der Allergologe George du Toit vom King’s College, ein Skeptiker der Leitlinien der American Academy of Pediatrics von 2000, wollte es genau wissen. Ihm war aufgefallen, dass jüdische Kinder in London, die während ihres ersten Lebensjahres keine erdnusshaltigen Nahrungsmittel erhielten, zehnmal häufiger an einer Erdnussallergie erkrankten als jüdische Kinder in Israel, wo schon die Kleinsten erdnusshaltige Mahlzeiten bekommen. Seine Umfrage aus dem Jahr 2008 dahingehend unterstützte seine Skepsis, wonach die Vermeidung von Allergenen Allergien vorbeugen sollte. Noch fehlten ihm aber dazu Ergebnisse aus wissenschaftlichen Experimenten, wie das Fachblatt aerzteblatt.de schreibt.

 

Zusammen mit dem US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases realisierte er dann folgende Studie, die im Fachblatt New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht wurde.

 

Ab Dezember 2006 konnten 640 Säuglinge im Alter von vier bis elf Monaten mit einer schweren Neurodermitis und/oder Eiweissallergie und damit einem erhöhten Risiko für weitere Allergien (wie z.B. eine Erdnussallergie) in die „Learning Early about Peanut Allergy“ (LEAP)-Studie aufgenommen werden. Mittels Hauttest wurde bei den Kindern eine Sensibilisierung auf das Erdnussallergen geprüft. Kinder ohne Hautreaktion und jene, die nur eine leichte Hautreaktion zeigten (d.h. ohne Allergie, aber mit erhöhter Allergiebereitschaft) wurden in die Studie eingeschlossen. Kinder mit schweren Hautreaktionen (Allergiker) hingegen wurden ausgeschlossen.

 

Die Kinder wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. Der einen Gruppe wurde strikte Erdnussabstinenz verordnet. Die zweite Gruppe erhielt wöchentlich 6 g Erdnussprotein in Form von Erdnussbutter oder Erdnussflips, verteilt auf mehrere Mahlzeiten. Die Beobachtung der Wissenschaftler erfolgte bis die Kinder das Alter von 60 Monaten erreicht hatten. Den Fokus legten sie darauf, wie viele Kinder – erdnussabstinent oder nicht – in dieser Zeit an einer Erdnussallergie erkrankten.

 

Die Resultate geben Grund zur Hoffnung:  Unter den Kindern, die konsequent Erdnüsse vermieden und keine Hautreaktionen zu Beginn aufwiesen, entwickelten 13.7% eine Erdnussallergie. Bei den Erdnusskonsumenten waren es hingegen nur knapp 2%. Bei den leicht Sensibilisierten (leichte Hautreaktionen) entwickelte gut ein Drittel der Erdnussabstinenten eine Erdnussallergie; bei den Erdnusskonsumenten waren es gut 10%.

 

Es scheint, dass der frühe Konsum von Erdnüssen das Allergierisiko deutlich zu senken vermag, so die Forscher.

 

Trotz der eindeutigen Ergebnisse bleiben noch viele Fragen offen und müssten in weiteren Studien untersucht werden, wie die beiden Kommentatoren der Studie im NEJM schreiben. Insbesondere müsste geklärt werden, ob die Studienergebnisse auf andere Nahrungsmittelallergien übertragbar sind.

 

Anmerkung der Redaktion: Aktuell können dahingehend keine Empfehlungen ausgesprochen werden. Achtung: Bevor Säuglinge mit erdnusshaltigen Nahrungsmitteln gefüttert werden, sollte ein Arzt /Allergologe konsultiert werden.

 

Mehr zum Thema

aerzteblatt.de, NEJM

03.03.2015 - dzu

 
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