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Gesunde Ernährung muss nicht teuer sein

Gesunde Ernährung ist teuer – so die allgemeine Annahme. Falsch. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist auch mit einem kleinen Budget möglich. Dies zeigt eine Untersuchung, die das BLV in Auftrag gegeben hat. Die Resultate liegen nun im Bericht „Kosten gesunder Ernährung“ vor.

Die Untersuchung wurde von der Berner Fachhochschule, Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften im Auftrag des BLV durchgeführt.

 

Dabei wurden in einem ersten Schritt 20 Personen aus verschiedenen Haushaltstypen zu ihren Essgewohnheiten sowie ihrem Ernährungswissen interviewt. Anhand dieser Informationen liessen sich Wochenmenüpläne einer eher ausgewogenen sowie einer eher unausgewogenen Ernährung zusammenstellen. Mit Hilfe der Schweizer Lebensmittelpyramide wurden die Pläne kontrolliert und so angepasst, dass drei verschiedene Warenkörbe zusammengestellt werden konnten:

  • Ein gesunder, ausgewogener Warenkorb mit frischen Produkten
  • Ein gesunder, ausgewogener Warenkorb mit mehreren Fertig- und Halbfertigprodukten wie Tütensuppen, Tiefkühl-Pizza, Tortellini und gewaschener Salat
  • Ein ungesunder bzw. unausgewogener Warenkorb mit wenig Früchten und Gemüse, viel Stärkeprodukten und Fleisch, sowie Süsswaren und Süssgetränken. 

 

Anschliessend wurden die Kosten für die einzelnen Warenkörbe berechnet. Damit sie vergleichbar blieben, wurde das jeweils günstigste Produkt der entsprechenden Kategorie gekauft.


Die Resultate der Untersuchung zeigen, dass die Kosten für einen gesunden Warenkorb für einen Paarhaushalt sich pro Woche auf rund 109 Franken belaufen. Der ungesunde Warenkorb kostet ungefähr 95 Franken. Damit ist der gesunde, ausgewogene Warenkorb mit frischen Produkten nur wenig teurer ist als der ungesunde Warenkorb. Am teuersten war der gesunde Warenkorb mit mehreren Fertig- und Halbfertigprodukten. Die Kosten beliefen sich auf ungefähr 145 Franken pro Woche.

 

Kosten für gesunden Warenkorb weit unter den Durchschnittsausgaben

Die  Kosten für den gesunden Warenkorb liegen zudem weit unter den durchschnittlichen Ausgaben für Lebensmittel für einen Paarhaushalt mit niedrigem Einkommen. Ein Paarhaushalt unter 65 Jahren mit einem Bruttoeinkommen unter 7600 Franken gibt gemäss Bundesamt für Statistik (2011) 153 Franken pro Woche für Lebensmittel aus.

 

Zusätzlich zur Untersuchung wurden etwas über 900 Personen befragt. Daraus zeigte sich, dass der Wunsch zur gesunden Ernährung bei Konsumentinnen und Konsumenten vorhanden ist. Die befragten Personen wussten durchaus, wie man bewusst die Kosten tief halten kann, indem man zum Beispiel Aktionen beachtet und Tee anstatt Süssgetränke konsumiert. 

 

Aber es gibt Lücken im Ernährungswissen. Dadurch ist es für Konsumentinnen und Konsumenten schwierig sich konsequent gesund und auch günstig zu ernähren. Das BLV engagiert sich hier gemeinsam mit seinen Partnern um die Bevölkerung zu informieren.

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen

21.10.2014 - dzu

 
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