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Sie sind hier: Fokus » Alkoholabhängigkeit » Prävention/Behandlung 23. April 2017
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Alkoholprävention und Therapie der Alkoholabhängigkeit

Alkoholismus -
immer mehr Jugendliche
sind gefährdet
 
Jedermann muss sich bewusst sein, dass eine Früherkennung sehr schwierig ist. Bei einer Alkoholabhängigkeit können Jahre vergehen, bis erste merkliche Anzeichen bestehen.


Die Alkoholabhängigkeit entwickelt sich meistens über Jahre. Die ersten Anzeichen, dass jemand wirklich alkoholkrank ist, werden erst spät wahrgenommen. Am Anfang fällt einem ein Mitarbeiter vielleicht sogar positiv auf, wenn er (z.B. an einem Betriebsfest) durch Alkohol in gute, kontaktfreudige und kooperative Stimmung kommt.


Leistungsabbau und Persönlichkeitsveränderungen kommen schleichend. In dieser Phase haben Vorgesetzte und auch Mitarbeiter oft noch die Tendenz, Leistungsstandards freiwillig nach unten zu korrigieren, d.h. hie und da ein Auge zu zudrücken, bis dann die Leistung offensichtlich nicht mehr genügend erbracht werden kann.


Alkoholabhängige versuchen in der Regel ihr Problem vor der Umwelt zu verstecken, z.B. auch in dem sie zeitweise die Leistungskurve extrem nach oben bringen und zum Teil Spitzenresultate erreichen.

 

Diagnose dem Arzt überlassen

Unter allen Umständen sollte vermieden werden, eine Abhängigkeitsdiagnose zu stellen – die endgültige Diagnose stellt in jedem Fall der Arzt.


Vorgesetzte können im Prinzip erst nur beobachten und Leistung und Verhalten den beruflichen Anforderungen entsprechend messen. Das ist nicht die Aufgabe der Arbeitskollegen, sondern gehört ins Pflichtenheft der Führungsverantwortlichen. Auch hier kann nur präventiv gehandelt werden und nicht „behandelnd“.

 

Aber auch die Führungsverantwortlichen müssen sich im Klaren sein, dass sie das Alkoholproblem des Mitarbeiters nicht lösen können. Sie können nur unterstützend zur Seite stehen und mit Fragen zum Gesundheitszustand "mir fällt auf, dass...; oder "ich habe das Gefühl dass.." dem Mitarbeiter zeigen, dass man sich Sorgen macht und ihn nicht vor den Kopf stossen will.

 

Co-Abhängigkeit verhindert angemessenes Handeln

Wie umgehen mit jemandem, bei dem Verdacht auf Missbrauch oder Abhängigkeit von Suchtmitteln besteht? Häufig werden Vorgesetzte in dieser Situation zu sogenannten Co-Abhängigen, das heisst, sie versuchen Gefährdete oder bereits Abhängige nach oben zu decken, Fehlleistungen wieder gut zu machen und ähnliches mehr.

 

Damit ist aber auf die Dauer niemandem geholfen, am allerwenigsten den Betroffenen selbst. Im Gegenteil: dieses Verhalten wirkt sich suchtverlängernd aus.

 

Behandlung von Alkoholabhängigkeit

In der Allgemeinbevölkerung werden die Erfolge einer Alkoholikerbehandlung meistens als sehr gering angenommen.

 

Wissenschaftliche Untersuchungen kommen zu unterschiedlichen, aber positiveren Ergebnissen.

 

Nach einer abgeschlossenen Alkoholtherapie (Entwöhnung)  sind ein halbes Jahr später noch ca. 65% “trocken”, nach 1 1/2 Jahren leben noch ca. 50 bis 60% alkoholabstinent.

 

Sollte jemand rückfällig werden, muss dieses nicht die komplette Erfolglosigkeit der Therapie bedeuten, sondern es geht dann darum, den Rückfall schnell zu stoppen und psychosoziale Folgen zu verhindern: Es sollte bei einem “Ausrutscher” bleiben, der nicht zu einem “ausgewachsenen Rückfall” wird. Insgesamt sind die Erfolgsaussichten einer Therapie positiv zu bewerten.


Die erfolgreiche Therapie setzt voraus, dass der Alkoholabhängige selbst gesund werden will. In der Regel findet unter der Beobachtung von Ärzten sowie Pflegepersonal eine „Entgiftung" des Körpers statt. Zudem leisten Psychologen in Einzel- und Gruppengesprächen Aufklärungsarbeit, um den Patienten zu helfen „trocken" zu bleiben.

 

Um die Gefahr von Rückfällen (rund 50% werden innerhalb der ersten 3 Monate rückfällig) zu verringern, wird die Therapie in den ersten Monaten teilweise auch medikamentös unterstützt. Dabei wird vor allem der Wirkstoff  Acamprosat eingesetzt, der das Verlangen nach Alkohol unterdrücken soll.


Acamprosat indiziert bei Alkoholabhängigkeit: Zur Aufrechterhaltung der Abstinenz nach erfolgter Entzugsbehandlung, in Kombination mit anderen therapeutischen Massnahmen (psychotherapeutischer, psychosozialer, medikamentöser Art) (Quelle: Arzneimittelkompendium).

 

Langfristig kommen alkoholabhängige Menschen aber nicht darum herum, die persönlichen Probleme anzugehen, die zu ihrer Alkoholabhängigkeit geführt haben. Bis das wirklich geschafft ist, können Jahre vergehen.

 

Selbsthilfe

Selbsthilfegruppen, wie beispielsweise die Anonymen Alkoholiker bieten sachkundige Unterstützung und können aufgrund des Erfahrungsaustausches der Mitglieder zum dauerhaften Entzug führen. Es gehört ein starker Wille dazu, dauerhaft abstinent zu bleiben. Die Versuchung ist gross: Fast täglich gibt es Ereignisse, die mit Alkohol begossen werden. Aber: Wer einmal abhängig war, ist nie mehr in der Lage kontrolliert Alkohol zu konsumieren.

 

Rückfälle sind häufig

Die  Entwöhnungsphase dauert mehrere Wochen bis Monate. In dieser Phase trainieren die Betroffenen, unterstützt von den Fachleuten einer Beratungsstelle, das Leben ohne Alkohol.

Rückschläge sind während der Entwöhnungsphase vorprogrammiert. Wie bei anderen Abhängigkeiten auch, schaffen Alkoholkranke den Ausstieg meistens nicht auf Anhieb.

 

Häufen sich die Rückfälle in der ambulanten Therapie, ist der stationäre Aufenthalt in einer Spezialklinik empfehlenswert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt zwischen drei und zwölf Monaten. Mittlerweile gibt es in der Schweiz auch halbstationäre Einrichtungen.

 

In der Behandlung von Alkoholismus geht es nicht ausschliesslich um den Entzug.

 

Psychotherapeutische Einzel- und Gruppenbetreuung, Ehe- und Familientherapie sowie Arbeits- und Beschäftigungstherapie helfen diejenigen persönlichen und sozialen Defizite zu beseitigen, die die Betroffenen immer wieder in die Sucht zurücktreiben.

 

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13.11.2013 - dzu
 
 
 

 


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