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Sie sind hier: Fokus » Blutgerinnung » Aktuell 26. Juli 2017
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"Beinarterienverschluss - Stopp der stillen Gefahr": Neue Broschüre der Schweizerischen Herzstiftung

Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) kann bis zum Arterienverschluss führen. Trotz dieser Gefahr wird sie oft nicht erkannt und bleibt unbehandelt. Dabei sind 10 - 20 Prozent der über 60-Jährigen betroffen. Mit einer neuen Broschüre informiert die Schweizerische Herzstiftung in Zusammenarbeit mit der Union der schweizerischen vaskulären Gesellschaften über Risiken, Symptome, Therapie als auch Prävention dieser heimtückischen Erkrankung.

Wer beim Gehen in den Oberschenkeln oder in den Waden Schmerzen verspürt, die beim Stillstehen wieder verschwinden, könnte an der "peripheren arteriellen Verschlusskrankheit" leiden, im Volksmund auch als "Schaufensterkrankheit" oder "Raucherbein" bezeichnet. Dass zwei Drittel der Betroffenen überhaupt keinen Schmerz verspüren, ist kein Grund zur Entwarnung, denn "Patienten mit dieser Krankheit haben ein etwa vierfach erhöhtes Herzinfarktrisiko und etwa ein bis zu dreimal erhöhtes Risiko für einen Hirnschlag", sagt Prof. Augusto Gallino, Angiologe und Vorsitzender der Forschungskommission der Schweizerischen Herzstiftung. "Diese Personen müssen erkannt und behandelt werden, nur so lässt sich ihr hohes Risiko senken."

 

Vorbeugen und bei Verdacht untersuchen

Die Wahrscheinlichkeit für eine PAVK steigt mit dem Älterwerden. Bei über 60-Jährigen ist gemäss Studien jede zehnte Person betroffen, bei über 70-Jährigen fast jede fünfte. Besonders gefährdet sind Raucher und Diabetiker. Vorbeugen ist möglich: Auf das Rauchen verzichten, Blutzucker, Blutfette und Blutdruck kontrollieren und wenn nötig behandeln lassen, ausgewogenes Essen und regelmässige Bewegung wirken ebenfalls präventiv. Bei Verdacht auf die Verschlusskrankheit gibt es eine einfache, zuverlässige Untersuchung: Messen von Blutdruck an Oberarmen und Fussknöcheln. Anhand der Werte wird der so genannte Knöchel-Arm-Index (medizinisch: ABI = ankle-brachial-index) bestimmt.

 

Wie weiter nach der Diagnose?

Gefässfreundliche Lebensgewohnheiten müssen beibehalten und mit einem systematischen Gehtraining ergänzt werden. So können PAVK-Patienten ihrer Krankheit buchstäblich davonlaufen, wie Untersuchungen gezeigt haben. Im betroffenen Bereich bilden sich neue Blutgefässe, so genannte Kollateralen (kollateral = nebeneinander, benachbart), welche die Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff wieder verbessern. Immer längere Strecken können schmerzfrei bewältigt werden. Ausserdem wirkt sich das Training günstig auf Blutzucker, Blutfette und Blutdruck aus und senkt damit das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko. Lebensgewohnheiten und Gehtraining bleiben auch wichtig, wenn zusätzliche Massnahmen erforderlich sind, z.B. eine Gefässerweiterung mit einem Ballonkatheter oder ein Bypass, das heisst eine chirurgische Umleitung um die Engstelle. Weiter können Medikamente das Risiko eines akuten Ereignisses vermindern.

 

Die Schweizerische Herzstiftung klärt auf

Die neue Broschüre «Beinarterienverschluss - Stopp der stillen Gefahr!» informiert ausführlich über Risiken, Symptome, Diagnose, Therapie und Prävention der PAVK.

Kostenlos zu bestellen unter www.swissheart.ch/publikationen

 

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Schweizerische Herzstiftung

24.01.2014 - gem

 
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