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Sie sind hier: Fokus » Brustkrebs » Anatomie 22. Januar 2017
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Brustkrebs: Was ist Brustkrebs, wo entsteht er?

Anatomie der weiblichen Brustdrüse

Die weibliche Brustdrüse (Mamma) besteht aus Drüsengewebe, Fett und Bindegewebe. Die sogenannten Drüsenläppchen (Lobuli) des Drüsengewebes produzieren die Muttermilch und münden in kleine Kanäle (Ductus). Die Kanäle führen gebündelt zur Brustwarze. Neben Blutgefässen und Nerven, durchziehen auch Lymphbahnen die Brust. Diese bestehen aus Lymphgefässen und Lymphknoten und verlaufen hauptsächlich in Richtung Achselhöhle.

 

Über diese Lymphbahnen können Krebszellen verschleppt werden. Die Lymphknoten wirken dabei als Filter und können Zellen abfangen. Bei Brustkrebs kommt es häufig zum Befall der Lymphknoten in der Achselhöhle. In der Regel sind die Lymphknoten in der Achselhöhle höchstens erbsengross, weich und nicht oder kaum tastbar. Bei einer Entzündung oder einer bösartigen Erkrankung verändern sich die Knoten; sie werden grösser und hart.

 

Brustaufbau

Anatomischer Aufbau

Klick zur Vergrösserung

 

 

Veränderungen in der Brust sollten immer abgeklärt werden. Auch wenn längst nicht jeder Knoten oder jede Veränderung ein Brustkrebs sein muss. Sehr oft sind es gutartige Veränderungen wie eine Mastopathie, ein Lipom oder eine Zyste. Aber nur eine medizinische Abklärung kann Klarheit schaffen, um was es sich handelt.

 

Was ist Brustkrebs, wo entsteht er?

Brustkrebs entsteht, wenn in der Brustdrüse in einzelnen, ursprünglich gesunden Körperzellen, die Gensubstanz geschädigt oder verändert wird. Die Ursachen für die krankhafte Veränderung der Erbsubstanz dieser Zellen bleibt meist ungeklärt. Über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg entwickeln sich aus solchen geschädigte Zellen Krebszellen, welche nicht mehr die ihnen ursprünglich zugedachten Funktionen übernehmen. Die Zellen entarten, entziehen sich einer normalen Überwachung durch die körpereigene Immunabwehr und vermehren sich unkontrolliert.

 

Krebszellen respektieren auch keine Gewebe- oder Organgrenzen mehr und wachsen in das umliegende Gewebe ein und zerstören dieses. Zudem können sich einzelne Krebszellen vom Tumor lösen und über Lymph- und Blutbahn in andere Organe verschleppt werden, wo sie sich zu Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen entwickeln können.

 

Die verschiedenen Arten von Brustkrebs

Brustkrebs, in der medizinischen Fachsprache Mammakarzinom genannt, ist nicht gleich Brustkrebs. Die Medizin unterteilt, je nach biologischem Verhalten des Brustkrebses, nach dem Ort der Entstehung und nach dem Stadium der Erkrankung, den Brustkrebs in verschiedene Arten und Stadien.

 

Einteilung nach Ort des Entstehens und histologischem Erscheinungsbild

Die Unterteilung nach dem Ort des Entstehens entspricht dem Gewebe in der Brust, von dem aus sich der Krebs entwickelt hat:

   
  • Duktales Karzinom (mit 80% die häufigste Form, ausgehend von den Milchgängen)
  • Lobuläres Karzinom (10-15% der Mammakarzinome, ausgehend von Drüsenläppchen)
  • Papilläres Karzinom (ca. 1-2% der Mammakarzinome
  • Tubuläres Karzinom (weniger als 2% der Mammakarzinome, Sonderform des Duktalen Karzinoms)
  • Muzinöses Karzinom (ca. 1-2% der Mammakarzinome, Krebszellen sind schleimhaltig)
  • edulläres Karzinom (ca. 1-2% der Mammkarzinome, ohne Anteil von Drüsengewebe, sprechen gut auf Strahlentherapie an, oft tastbar)

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    Carcinoma-in-situ und atypische duktale Hyperplasie werden Veränderungen genannt, die noch sehr klein sind, noch nicht in das umgebende Gewebe eingewachsen sind und keine Metastasen gebildet haben.  Diese Tumore können nur über eine Mammographie entdeckt werden und gelten als Vorstufen des Mammakarzinoms.

     

    Einteilung nach biologischen Eigenschaften des Tumors

    Die Einteilung des Brustkrebses nach dem biologischen Verhalten und den molekularen Eigenschaften der Krebszellen ist entscheidend für die Wahl der richtigen Therapie. Vor jeder Behandlung werden daher zuerst Brustkrebszellen molekularbiologisch untersucht. Dabei interessiert vor allem, ob die Krebszellen Hormonrezeptoren für die Geschlechtshormone Östrogen oder Progesteron enthalten und ob sich der sogenannte HER2-Rezeptor (Human Epidermal Growth Factor Receptor 2) auf der Zelloberfläche in grosser Anzahl befindet.

     

    Mammakarzinome mit Hormonrezeptoren

    Diese Mammakarzinome werden als HR+ Karzinome bezeichnet.
    Bei Krebszellen, welche Hormonrezeptoren aufweisen, wird das Wachstum des Tumors durch Geschlechtshormone begünstigt. Entsprechend kann der Tumor mit Medikamenten behandelt werden, welche die Geschlechtshormone im Körper reduzieren oder das Andocken der Hormone auf den Hormonrezeptoren unterbinden.

    >> Siehe Anti-Hormontherapie des Brustkrebses

     

    Mammakarzinome mit hoher Anzahl von HER2-Rezeptoren

    Diese Mammakarzinome werden als HER2+ Karzinome bezeichnet.
    HER2-positive Krebszellen weisen eine hohe Anzahl der HER2-Rezeptoren auf der Zelloberfläche auf. Die massiv erhöhte Anzahl von HER2-Rezeptoren, man spricht auch von Überexpression, führt zu einer Überflutung der Krebszellen mit Wachstumssignalen. Bindet ein Wachstumsfaktor an den HER2-Rezeptor, werden Signale an das Zellinnere übermittelt, welche die Zellteilung aktivieren. Zudem führt die Überexpression der HER2-Rezeptoren dazu, dass sich die Rezeptoren zusammenlagen und Paare bilden (Dimerisierung genannt), wodurch noch mehr Wachstumssignale an das Zellinnere geleitet werden.


    Die Medizin hat zusammen mit der Pharmaindustrie Antikörper entwickelt, welche anstelle der Wachstumsfaktoren an den HER2-Rezeptor andocken können. Damit wird die Signalübertragung zur Zellvermehrung unterbunden und die körpereigenen Abwehrzellen erkennen die Krebszelle gleichzeitig als körperfremd und können diese zerstören.

    >> Siehe  Anti-HER2-Therapie des Brustkrebses


    Einteilung nach Stadium der Erkrankung

    Die Einteilung in die verschiedenen Stadien der Erkrankung richtet sich nach der Grösse des Primärtumors, nach dem Befall von Lymphknoten und nach dem Vorliegen von Fernmetastasen. Daraus generiert die Medizin die sogenannte TNM Klassifikation wobei T die Grösse des Tumors bezeichnet, N den Befall von Lymphknoten und M das Vorliegen von Metastasten. Je nachdem welche Klassifikation vorliegt, wird der Brustkrebs in 0-IV Stadien eingeteilt. Die Klassifikation T1aN0M0 zum Beispiel entspricht dem Stadium I und bedeutet Tumorgrösse 1-5mm, ohne Lymphknotenbefall und ohne Fernmetastasen.

     

    Generell wird zwischen Frühstadium und fortgeschrittenem Stadium unterschieden. Von fortgeschrittenem Stadium spricht man, wenn der Brustkrebs sich bereits über die Brust hinaus verbreitet und Metastasen gebildet hat oder wenn nach erfolgter Behandlung ein Rückfall aufgetreten ist.

     
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