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Sie sind hier: Fokus » Cholesterin » Atherosklerose, Arterienverkalkung 22. August 2017
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Atherosklerose, Arteriosklerose, Arterienverkalkung - wie vorbeugen?

 

Darstellung Blutgefässe mit Plaques

 
Bei der Arteriosklerose, medizinisch auch Atherosklerose genannt, handelt es sich um eine krankhafte Veränderung der Innenwände der Blutgefässe.

 

Infolge Ablagerungen an den Gefässinnenwänden verliert die Gefässwand an Elastizität, der Gefässdurchmesser wird zunehmend enger und das Blut kann nicht mehr ungehindert fliessen. Wichtige Organe werden nicht mehr richtig durchblutet und es entstehen schwerwiegende Erkrankungen. Eine Arteriosklerose kann sich prinzipiell in allen Arterien entwickeln.


Am häufigsten davon betroffen sind die Herzkranzgefässe, Arterien, die das Gehirn versorgen – zum Beispiel die Halsschlagadern - sowie Beinarterien. Die Folgen sind Krankheiten wie Angina pectoris, die Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und in den Beinen die arterielle Verschlusskrankheit.

 

Wie und warum entsteht die Arteriosklerose

Arteriosklerose, Atherosklerose, Arterienverkalkung – viele Namen für einen chronischen und natürlichen Alterungsprozess der Arterien. Die typische Gefässverengung und der Verlust der Elastizität der Arterien werden durch Ablagerungen, sogenannte Plaques in den Gefässinnenwänden hervorgerufen. Die Entstehung dieser Plaques ist komplex. Vereinfacht ausgedrückt sind Cholesterin, Entzündungszellen und Kalzium an der Entstehung beteiligt, wobei das „schlechte“ LDL-Cholesterin die Ablagerung begünstigt und das „gute“ HDL-Cholesterin die Ablagerung vermindert. Wegen der Beteiligung von Kalzium und der Verhärtung der Blutgefässe wird die Erkrankung auch Arterienverkalkung genannt.

 

Wenn solche Plaques reissen oder sich öffnen, entstehen lokal Blutgerinnsel durch die Anlagerung von Thrombozyten (Blutplättchen). Das kann zu einem abrupten, kompletten Verschluss der Arterie führen. Findet dies in den Herzkranzgefässen statt, kommt es zum Herzinfarkt, wenn ein Gefäss im Hirn verschlossen wird, kommt es zum Hirnschlag.

 

Betroffen von einer Arteriosklerose sind insbesondere ältere Menschen – Bei Männern steigt das Risiko ab 40 Jahren und bei Frauen nach den Wechseljahren an. Arteriosklerose gilt in unseren Breitengraden als die häufigste Todesursache. Unabhängig vom Alter gibt es Risikofaktoren, die eine Arteriosklerose begünstigen und fördern und die wir durch eine gesunde Lebensweise beeinflussen können und wenn das nicht ausreicht, mit Medikamenten weiter vermindern können.

 

Risikofaktoren für eine Arteriosklerose/Arterienverkalkung

Es gibt Risiken, die wir durch eine ungesunde Lebensweise erwerben und auf die wir entsprechend Einfluss nehmen können. Andere Faktoren wie die genetische Veranlagung oder das Alter können wir nicht ändern.
Zu den Faktoren, die wir allein mit einer gesunden Lebensweise oft zu wenig beeinflussen können, gehören die Familiäre Hypercholesterinämie, genetische und familiäre Veranlagung für Herzerkrankungen und Kreislauferkrankungen, das männliche Geschlecht und das Alter. Hier können häufig nur mit einer frühzeitigen medikamentösen Therapie die entsprechenden Folgen wie Hypercholesterinämie, Diabetes oder Bluthochdruck vermindert werden.
Zu den Risikofaktoren hingegen, die wir leichter beeinflussen können, gehören das Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress sowie ungesunde Ernährung.

 

Was sind die Beschwerden und Folgen einer Arteriosklerose

Verengte Herzgefässe
machen sich durch
Brustschmerzen
bemerkbar
 
Eine Arteriosklerose schreitet langsam fort und macht lange keine Beschwerden. Meist wird sie durch Zufall entdeckt oder der Arzt forscht aufgrund von offensichtlichen Risikofaktoren danach. Je nachdem, welche Organe betroffen sind und wie schwer die Atherosklerose ausgebildet ist, machen sich unterschiedliche Beschwerden bemerkbar.

 

Sind die Herzkranzgefässe betroffen äussert sich das typischerweise mit belastungsabhängigen Brustschmerzen (Angina pectoris), die sich bei körperlichen Anstrengungen, Kälte oder Stress bemerkbar machen. Die Schmerzen können in den linken Arm, den Rücken und die Schulter ausstrahlen. Starke, anhaltende, vernichtende Schmerzen begleitet von Schweissausbruch oder Atemnot deuten auf einen Herzinfarkt hin (Notfall!).

 

Sind Gefässe im Hirn oder die Halsschlagadern betroffen, kann es zu neurologischen Ausfällen, Sehstörungen, Schwindel oder Lähmungserscheinungen kommen. Machen sich die Ausfälle nur kurzzeitig bemerkbar, spricht man von einer transitorischen ischämischen Attacke oder umgangssprachlich auch von einer Streifung. Halten die Ausfälle länger als 24h an, handelt es sich um einen Schlaganfall. Bei neurologischen Störungen, auch wenn diese vorübergehend sind, immer sofort einen Arzt aufsuchen.

 

Wenn die Arterien in den Beinen betroffen sind, kommt es zu Durchblutungsstörungen der Beine mit starken Schmerzen. Man spricht auch von peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Raucherbein oder Schaufensterkrankheit, da Betroffene immer wieder stehen bleiben müssen.
Die Arteriosklerose in den Nierengefässen führt zu einem Bluthochdruck und zu einer Niereninsuffizienz.

 

Bei Männern kommt es infolge der Arteriosklerose oft auch zu einer erektilen Dysfunktion mit Erektionsstörungen.

 

Wie wird die Diagnose einer Arteriosklerose gestellt

Natürlich stehen die gründliche Erhebung der Krankengeschichte, wobei auch die familiäre Krankengeschichte einbezogen wird, sowie eine umfassende Untersuchung am Anfang der Abklärungen. Zu den Untersuchungen gehören die Messung des Blutdruckes, das Abhören des Herzens sowie die Prüfung des Pulses an verschiedenen Stellen des Körpers. Im Blut werden das Cholesterin, der Zucker und allenfalls weitere Faktoren zur Beurteilung der Nierenfunktion und der Leberfunktion gemessen.

 

Bei Verdacht auf Einengung der Blutgefässe können die Blutgefässe mittels Ultraschall oder Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel (Angiographie) untersucht werden.

 

Darstellung von Blutgefässen mit und ohne Ablagerungen (Swissheart)

 

 

 

 Gesunde Arterie
 Arterie mit leichten
Ablagerungen

 

 Arterie mit fortgeschrittenen
Ablagerungen

 

©Bilder mit freundlicher Genehmigung der Schweizerischen Herzstiftung

Wie wird eine Arteriosklerose behandelt

Vorrangiges Ziel ist die Entstehung der Arteriosklerose zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern mit vorbeugenden Massnahmen.

Dazu gehört eine Änderung der Lebensweise mit Ernährungsumstellung, Gewichtsreduktion, Rauchstopp, moderatem Alkoholkonsum und Erhöhung der körperlichen Aktivitäten.

 

Die Ernährung soll gesund und ausgewogen sein, mit viel frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Ungesättigte Fettsäuren in Form von pflanzlichen Lebensmitteln, Rapsöl oder Olivenöl sind zu bevorzugen. Fettreiche tierische Lebensmitteln wie Butter, Käse, Wurstwaren etc. sollten seltener konsumiert werden.

 

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie richtet sich nach den bestehenden Risikofaktoren. Ein erhöhtes Cholesterin, wie zum Beispiel bei der Familiären Hypercholesterinämie, wird mit cholesterinsenkenden Mitteln wie Statinen und Fibraten behandelt. Neu kommen auch Wirkstoffe, bestehend aus monoklonalen Antikörpern zum Einsatz.
 
Ein zu hoher Blutdruck wird mit blutdrucksenkenden Mitteln behandelt und ein Diabetes mit blutzuckersenkenden Mitteln. Für beide Erkrankungen gibt es eine Vielzahl von erprobten Medikamenten.

 

Auch bei der medikamentösen Therapie gilt es begleitend dazu einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Dies wird die Wirkung der Therapie auf jeden Fall positiv beeinflussen.


Sind bereits Ereignisse wie Herzinfarkt oder Hirnschlag eingetroffen, werden zusätzlich gerinnungshemmende Medikamente (Blutverdünner) verschrieben, um weitere Verschlüsse von Arterien zu verhindern.

 

Chirurgische Behandlung

Schwere Gefässverengungen können mit einer Ballondilatation (Ballonerweiterung) oder mit Einlage eines Stents (feines Röhrchen aus Metall oder Kunststoff) behandelt werden. Allerdings ist dies nur möglich, wenn das Gefäss selber noch zugänglich und stabil ist.

 

Eine weitere Option besteht darin, die verschlossenen oder verengten Gefässe mit einem eingepflanzten Gefäss zu überbrücken. Bei dieser Bypass Operation wird in der Regel ein Stück Vene aus dem Bein oder ein Stück Arterie aus der Brustwand verwendet.

 
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