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Allergien weltweit ein immer grösseres Problem

Lebensmittelallergien vor der Geburt „programmiert“; Externe Faktoren während der Schwangerschaft beeinflussen die Anfälligkeit für Lebensmittelallergien in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt - dies Schlagzeilen aus dem World Allergy & Asthma Congress 2013 in Mailand.

Immer mehr Menschen leiden weltweit unter Allergien oder Asthma: nahezu ein Drittel (30 Prozent) der Weltbevölkerung sind Allergiker, und der Anteil der Betroffenen wächst heute schneller als je zuvor. Schätzungen zufolge leiden 250 Millionen Menschen unter Lebensmittelallergien. In wirtschaftsstarken Staaten wie den USA hat bereits jede fünfte Person Asthma oder Allergien. Besonders stark nimmt der Anteil von Allergikern in Entwicklungsländern zu.

 

Vor allem Kinder sind zunehmend von Lebensmittel- und Atemwegsallergien betroffen; in Europa leidet bereits jedes vierte Kind im Schulalter unter allergischen Symptomen.

 

Auf dem Mailänder „EAACI-WAO Weltkongress für Allergie und Asthma 2013“ vom 22. bis zum 26. Juni werden unter anderem die Ergebnisse eines australischen Forschungsteams um David Martino vom Murdoch Children’s Research institute in Melbourne vorgestellt. Sie belegen, dass Lebensmittelallergien bereits im Mutterleib entstehen, sich also nicht erst nach der Geburt oder später entwickeln. Babys kommen demnach bereits mit Allergien auf die Welt. Auslöser sind bestimmte externe Faktoren während der Schwangerschaft.

 

Die Ergebnisse aus Australien sind ein weiterer wissenschaftlicher Beweis dafür, dass sich Allergien bereits im Fötalstadium entwickeln können. Babys können mit einer Anfälligkeit für Lebensmittelallergien geboren werden, die vom Verhalten ihrer Mütter ausgelöst wurden – zum Beispiel dadurch, was sie während der Schwangerschaft gegessen und getrunken haben. Diesen Zusammenhang hat die Studie für bei Kleinkindern festgestellte Lebensmittelallergien innerhalb der ersten zwölf Lebensmonate nachgewiesen.

 

Eine zentrale Rolle bei der pränatalen Entwicklung des Immunsystems spielt ein biochemischer Prozess, die DNA-Methylierung. Diese DNA-Methylierung ist anfällig für Störungen durch externe Faktoren. Die Studie aus Australien liefert Beweise dafür, dass diese Störungen oder andere externe Umstände während der Schwangerschaft das Risiko von Lebensmittelallergien erhöhen, und leitet daraus ab, dass letztere bereits im Fötus „programmiert“ werden.

 

Allergien auf Meeresfrüchte zählen zu den am weitesten verbreiteten Lebensmittelallergien und sind die häufigste Ursache von lebensbedrohenden allergischen Reaktionen. Sie waren der Forschungsschwerpunkt einer weiteren Studie, deren Ergebnisse auf dem Kongress vorgestellt werden. Das Team um Heidi R. Myrset vom Norwegischen Institut für Veterinärmedizin in Oslo hat erforscht, genau welche Teile des Allergens die allergische Reaktion auslösen. Die Ergebnisse könnten einen Durchbruch darstellen bei der Suche nach einem wirksamen Impfstoff gegen Meeresfrüchteallergien.

 

Professor Cezmi Akdis, EAACI-Präsident und Präsident des Kongresses sagte: "Fälle von Allergien und Asthma treten immer häufiger auf, und wir erkennen einen ganz klaren Zusammenhang zwischen hohem Wohlstand und Lebensstandards und dem Aufkommen von Allergien und Asthma. Deswegen leiden vor allem in Entwicklungsländern immer mehr Menschen an Allergien und Asthma, ganz besonders Kinder. Die auf dem Kongress vorgestellten Studien zu den frühen Ursprüngen von Allergien und den Asthma auslösenden Biomarkern werden dazu beitragen, die Prävention und Behandlung von Allergien weiter nach vorne zu bringen. Im Dienste der Millionen von Menschen, die weltweit unter dieser ernsthaften Bedrohung für die Gesundheit leiden.

 

Professor Ruby Pawankar, Präsident der World Allergy Organization und ebenfalls Kongress-Präsident sagte: “Allergien werden mit steigendem Wohlstand einer Gesellschaft schwerwiegender und komplexer. Kinder sind von diesem Trend besonders betroffen. Wir müssen erforschen, wann genau Allergien und Asthma entstehen und wie dieser Prozess unterbunden werden kann. Das ist ganz besonders wichtig, weil immer mehr Neugeborene trotz der besseren Lebensbedingungen bereits bei ihrer Geburt anfällig für Allergien sind. Eine globale Kooperation zur Lösung dieses grossen Problems, zwischen Forschern verschiedener Disziplinen, Entscheidungsträgern aus Politik und Gesundheitswesen, Patienten und der Öffentlichkeit, ist das Gebot der Stunde. Der Kongress wird genau das auf den Weg bringen.”

 

Professor Giorgio Walter Canonica, Vorsitzender des Organisationskomitees des Kongresses: „Auch in Italien sehen wir Allergien immer problematischer. Sowohl die Anzahl an Patienten wie auch die Kosten steigen kontinuierlich. Wir sind stolz darauf, dass Italien eine Schlüsselrolle bei der Erforschung von Lebensmittelallergien spielt, zum Beispiel mit Prof. Antonella Muraro vom Institut für Pädiatrie an der Universität Padua, einem führenden Experten, der die internationale Kooperation antreibt. Die italienischen Allergiegesellschaften (AAITO und SIAIC) freuen sich auf ihre Rolle als Gastgeber für einen gelungen Kongress.“

 

Über 8.000 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern werden zu diesem weltweit wichtigsten Allergiekongress erwartet. Das Programm umfasst acht Plenarsitzungen, 45 Symposien, drei Satelliten-Symposien, 30 Expertenrunden, 25 Workshops und 34 Vortragsveranstaltungen. Insgesamt wurden 2.145 wissenschaftliche Beiträge zur Veröffentlichung eingereicht – die höchste Anzahl in der Geschichte der Allergiekongresse.

 

Pressemitteilung: World Allergy & Asthma Congress 2013

20.06.2013 - dzu

 
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