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Sie sind hier: Fokus » Körperschmuck 23. Juni 2017
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Körperschmuck Tattoo: Wie sicher sind Tätowierfarben?

Medizinern zur Folge hat die Zahl der schwerwiegenden Probleme bei Tätowierungen zugenommen. Ein Dermatologe referierte über die Gefahren und die die tatsächliche Krebsgefahr bei Tattoos am Berliner Symposium über „Tattoos, Inks & Cancer“.

Tätowierungen
können allergische
Hautreaktionen
hervorrufen
 
Die Fachseite medscape.de traf Dr. Nicolas Kluger vom Universitätsspital in Helsinki zum Interview. Hier eine Zusammenfassung des Diskurses.


Laut dem Dermatologen ist die Zahl jener, die sich Tätowieren lassen gestiegen. Ob damit der markante Anstieg der Komplikationen aufgrund von Tätowierungen erklärt werden kann oder ob es noch andere Gründe dafür gibt, sei aber schwierig zu sagen. Nach seinen Beobachten hätten aber die lokalen allergischen Hautreaktionen im Bereich der tätowierten Haut zu genommen - insbesondere bei der Farbe Rot.


Quecksilber in den roten Farben, welches früher häufig zu schweren Komplikationen geführt hatte, sei inzwischen verboten. Warum gerade die Farbe Rot immer noch häufiger zu Hautreaktionen führt, ist immer noch unklar.


Eine weniger grosse Gefahr sieht der Dermatologe in den als krebserregend eingestuften polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). In den letzten 50 Jahren hätten ganze 50 Fälle von Hautkrebs, welche in den Zusammenhang mit einer Tätowierung gebracht werden mussten, Beachtung und damit den Weg in die medizinische Literatur gefunden. Das ist zwar schlimm für die Betroffenen, auf die Gesamtzahl der Tätowierungen sei dies aber vernachlässigbar, so der Dermatologe. Zu denken gibt ihm viel mehr, dass sich immer noch zu wenig Forscher weltweit mit dem Thema beschäftigen. So gibt es nur in Deutschland und Dänemark Forscherteams, die sich  mit Tätowierungen und deren Folgen beschäftigen.

 

Was passiert bei Komplikationen?

Einige Hautreaktionen nach Tätowierungen verschwinden mit der Zeit wieder von selbst. Die meisten Allergischen -  oder Entzündungsreaktionen treten direkt nach der Tätowierung auf. Es sind aber auch Fälle bekannt, wo eine Reaktion erst viele Jahre später auftrat, so der Dermatologe.


Bei Betroffenen wird zunächst versucht, mittels Gewebeprobe und Gewebeuntersuchung, die krankmachende Substanz zu identifizieren. Dies gelingt aber häufig nicht. Zur Behandlung werden entzündungshemmende Kortisonsalben oder Kortisoninjektionen sowie Salben mit speziellen immunsuppressiven Wirkstoffen angewendet. In manchen Fällen muss allerdings das Tattoo chirurgisch mit dem Skalpell oder mit Laser entfernt werden.

 

Auch vermeintlich sichere Farben können gefährlich sein

Nach Meinung des Experten, ist die menschliche Haut generell nicht dafür geschaffen, dass Farbe in die Dermis (Lederhaut) gebracht wird. Auch wenn man alle bisher bekannten schädlichen Inhaltsstoffe aus den Farben entfernt, können allergische Hautreaktionen dennoch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Sein Rat: Wer Angst vor den Risiken hat, sollte sich  gar nicht erst  Tätowieren lassen.

 

Wer sollte sich keinesfalls tätowieren lassen?

Menschen mit Hautkrankheiten (z.B. Schuppenflechte (Psoriasis)), Patienten mit einer Immunschwäche- oder mit einer Bluterkrankheit (Hämophilie) sowie Schwangeren rät der Dermatologe definitiv von einer Tätowierung ab. Ausserdem müssten Muttermale an der Tattoostelle vor der Tätowierung immer vorgängig chirurgisch entfernt werden. Der Dermatologe empfiehlt jedem, sich über Risiken bei einem Arzt zu informieren  und zwar vor dem Besuch eines Tattoo-Studios.

 

Situation in der Schweiz

Die kantonale Vollzugsbehörde in der Schweiz hatte im Rahmen einer Untersuchung im Jahr 2012 Farben, die für Tattoos verwendet wurden, untersuchen lassen. 85% von 25 untersuchten Tättowiertinten wurden beanstandet und 81% danach verboten, wie das Basler Kantonslabor mitteilte. Gestützt auf die Ergebnisse hat das Bundesamt für Gesundheit BAG eine schwarze Liste verfasst (2012).


Krebserregende polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die das Basler Kantonslabor dank einer neuen Analysemethode erstmals in zwei Tinten nachweisen konnte, sind in der Schweiz verboten. PAK stecken vor allem in den äusserst beliebten schwarzen Tinten. Das Kantonslabor bemängelt, dass insbesondere neu eröffnete Studios sich „in der Regel kaum um die gesetzlichen Anforderungen kümmern würden“. Offensichtliche Fehldeklarationen, fehlende Haltbarkeitsangaben oder China-Fälschungen von US-Produkten wurden laut dem Bericht von einigen Studios nicht als solche erkannt.

 

Mehr zum Thema

medscapemedizin.de, nzz online Jan. 2013

21.06.2013 - dzu

 
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