Leaderboard

Sie sind hier: Fokus » Krankenversicherung 25. Juli 2017
Fokus
Adipositas, schweres Übergewicht
Alkoholabhängigkeit
Baby / Geburt Schwangerschaft
Blasenentzündung, Zystitis
Blutgerinnung
Brustkrebs
Cholesterin
Chronische myeloische Leukämie (CML)
Eisenmangel
Endometriose
Essstörungen
Fussgesundheit
Gebärmutterhalskrebs/ Genitalwarzen
Haarausfall
Haut trocken
Haut-/Sonnenschutz
Herz / Herz-Kreislauf
Heuschnupfen
Immunsystem stärken
Impfen
Insektenschutz
Körperschmuck
Krankenversicherung
Aktuell
Hausarzt-Modell
FAQ
HMO-Modell
Glossar
Diskussionsforum
Menstruation
Morbus Crohn
Multiple Sklerose
Nagelgesundheit
Nagelpilz
Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit
Nikotinsucht
Prostatakrebs
Schwindel
Stress
Todesfall
Verdauung
Verhütung / Verhütungsmethoden
Vogelgrippe
Wechseljahre
Zecken
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

Rect Top

 

 

medswiss.net: Einheitskasse gefährdet Integrierte Versorgung

Am 28. September 2014 wird über die Einheitskasse abgestimmt. Die Initianten behaupten, die Einheitskasse würde die integrierte Versorgung endlich voranbringen. Diese Aussage ist nicht haltbar.

Zur Erinnerung: Erst vor zwei Jahren haben weite Teile der heutigen
Einheitskassenbefürworter eine moderate Managed-Care-Vorlage mit dem
Slogan "Freie Arztwahl verlieren? - Nein zur Managed-Care-Vorlage"
bekämpft. Heute wollen dieselben Kreise unter dem Deckmäntelchen der
integrierten Versorgung der Radikalkur "Einheitskasse" zum Durchbruch
verhelfen. Das muss uns nicht nur misstrauisch stimmen, es ist auch
ein Affront für uns Netzwerkärztinnen und Netzwerkärzte.

 

Denn was die Initianten den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern als
integrierte Versorgung schmackhaft machen wollen, ist in Tat und
Wahrheit ein rigides Zwangs-Managed-Care-Modell, das die freie Arzt-
und Therapiewahl einschränken kann. Dies ist - wie folgende
Gegenüberstellung zeigt - zum grossen Nachteil für die heute gut
funktionierende, innovative und auf den Patienten ausgerichtete
Netzwerkmedizin.

 

Vielfalt und Innovation

Integrierte Versorgung heute:
Heute verhandeln viele Ärztenetzwerke mit vielen verschiedenen
Krankenversicherern und beide stehen unter dem Druck, vernünftige
Lösungen zu erreichen. Das hat die integrierte Versorgung zu einer
grossen Stärke des heutigen Systems gemacht: In kaum einem anderen
Europäischen Land entstand, ganz ohne gesetzlichen Zwang, so viel
Vernetzung quer durch alle Versorgungsebenen. Bereits jeder zweite
Versicherte wählt heute ein Versicherungsmodell der integrierten
Versorgung. Die Vielfalt der Angebote sichert die Orientierung an den
individuellen Bedürfnissen der Patienten.

 

Obligatorisches, staatliches Managed-Care-Modell:
In der Einheitskasse fehlt die rechtliche Grundlage für die heutigen
Verträge zwischen Ärztenetzwerken und Krankenversicherern. Der Staat
muss alle gleich behandeln (Gleichbehandlungsgebot) und hat ohnehin
kaum ein Interesse, mit verschiedenen Ärztenetzwerken individuelle
Verträge auszuhandeln. Es kommt zu einer Vereinheitlichung und somit
Nivellierung in der Vertragslandschaft. Anstelle der heutigen
Vielfalt wird ein einziges, staatliches Managed-Care-Modell treten,
dass sowohl den Ärzten als auch den Patienten aufgezwungen werden
kann.

 

Freiwilligkeit und freie Arztwahl

Integrierte Versorgung heute:
Unsere Patientinnen und Patienten wählen freiwillig einen Hausarzt,
der sie durch das Gesundheitswesen begleitet. Wir Ärzte geniessen
deshalb das volle Vertrauen. Auch die Ärztinnen und Ärzte schliessen
sich in den heutigen Ärztenetzwerken freiwillig zusammen. Sie wollen
die medizinische Arbeit aus Überzeugung als Teamarbeit leben, um
damit den Patienten eine optimale medizinische Versorgung zu
garantieren.

 

Obligatorisches, staatliches Managed-Care-Modell:
Die Freiwilligkeit wird abhandenkommen. Die Initianten wollen die
integrierte Versorgung zum Standard machen. Das heisst nichts
anderes, als staatlich verordnete Behandlungsprogramme im Rahmen
eines obligatorischen Managed-Care-Modells für chronisch Kranke. Die
freie Arztwahl ist damit gefährdet. Die Individualität der Patienten
und ihrer Bedürfnisse treten in den Hintergrund. Für die Ärzte gibt
es keine Anreize, etwas speziell gut zu machen. Innovative Ansätze
werden abgewürgt, Entwicklungsdynamik und Flexibilität gehen
verloren.

Sparpotential und Qualität

Integrierte Versorgung heute:
Dank Vernetzung und Koordination wird die Qualität der Versorgung
gesteigert. Die Kosteneinsparungen der integrierten Versorgung werden
den Versicherten heute mit Prämienrabatten in der Höhe von 10 bis 20
Prozent weitergegeben.

 

Obligatorisches, staatliches Managed-Care-Modell:
Die Initianten versprechen im Vergleich zu heute zusätzliche 10
Prozent Kosteneinsparungen durch die flächendeckende Einführung eines
obligatorischen, staatlichen Managed-Care-Modells. Eine solche
Einsparung ist nur möglich mit Rationierungsmassnahmen und Kürzungen
von medizinischen Leistungen. Prämienrabatte für besondere
Versicherungsmodelle sind in Frage gestellt.


Was die Initianten wollen, ist in Tat und Wahrheit keine integrierte
Versorgung, sondern ein staatlich gesteuertes Gesundheitssystem. Die
Einheitskasse soll den Versicherten einen Hausarzt aufzwingen und sie
durch das Gesundheitswesen steuern.

 

Wir hingegen wollen den Patienten, die aus freiwilligen Stücken zu
uns kommen, gemeinsam im Team die beste medizinische Versorgung
zukommen lassen. Wir tun dies aus der Überzeugung, dass wir es
gemeinsam besser können. Wir wollen keinen Zwang und keine
Gleichmacherei und empfehlen deshalb klar ein Nein zur Einheitskasse.

 

Medswiss.net vertritt als Dachverband die politischen und
wirtschaftlichen Interessen der Schweizer Ärztenetzwerke und der den
Netzwerken angeschlossenen Ärzteschaft. Dem Dachverband gehören
schweizweit mehr als 50 Netzwerke und Betriebsgesellschaften mit rund
3000 Ärztinnen und Ärzten an. Medswiss.net setzt sich zum Ziel
optimale politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu
schaffen, welche den Ärztenetzwerken eine qualitativ hochstehende
integrierte Medizin ermöglichen.

medswiss.net

05.09.2014 - dzu

 
Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

Forum Krankenkassen

Leser diskutieren zum Thema Krankenkasse, Versicherungen, Alternative Versicherungsmodelle, HMO, Hausarztmodell, Prämiensparen >>

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer