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Sie sind hier: Fokus » Verdauung » Magenbrennen, Sodbrennen 26. März 2017
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Magenbrennen - Ungesunder Lebensstil als häufige Ursache für saures Aufstossen

Magenbrennen ist
zwar lästig, kann
aber behandelt werden
 
Saures Aufstossen, Sodbrennen und/oder Schmerzen hinter dem Brustbein oder in der oberen Bauchgegend (Magenbrennen) nach üppigem Essen, hat jeder schon erlebt. Dabei fliesst saurer Magensaft zurück (Reflux) in die Speiseröhre. Passiert dies nur ab und zu, hat Sodbrennen keinen Krankheitswert.

 

Von einer Refluxkrankheit wird gesprochen, wenn abnorm häufig Magensaft in die Speiseröhre zurückfliesst. Mit der Zeit kommt es in der Speiseröhre zu schmerzhaften Entzündungen an der Schleimhaut der Speiseröhre. Veränderungen und Vernarbungen an der Schleimhaut der Speiseröhre können - wenn auch selten - nach Jahren Krebs entstehen lassen.

 

Reflux entsteht auch unter anderem bei zu hohem Druck auf den Magen (z.B. bei Übergewicht), infolge überschiessender Säureproduktion im Magen, wenn der Schliessmuskel zwischen Speiseröhre und Magen das Zurückfliessen des Magensaftes nicht verhindert oder auch bei Vorliegen eines Zwerchfellbruches.

 

Sodbrennen ist ein zunehmend häufigeres Problem. Etwa 10-30% der Erwachsenen in den Industriestaaten leiden mindestens einmal wöchentlich unter Sodbrennen.

 

Warum Refluxbeschwerden so häufig sind, ist nicht vollständig geklärt. Ungünstige Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Stress, Alkoholkonsum und ungesunde Ernährungsgewohnheiten können das Auftreten von Reflux fördern, das ist belegt. Diese Gründe reichen aber nicht aus, um die starke Verbreitung dieser Erkrankung ausreichend zu erklären.

 

 

Ursachen für Sodbrennen

Lebensstilfaktoren und Umstände, die Reflux begünstigen sind:

  • Grosse, fettreiche Mahlzeiten, Schokolade oder andere Süssigkeiten
  • Alkohol, kohlesäurehaltige Getränke und Fruchtsäfte
  • Rauchen
  • Wenig Bewegung
  • Schwangerschaft, Übergewicht erhöht den Magendruck
  • Bestimmte Medikamente

Körperliche Ursachen

  • Ungenügender Verschluss des Speisröhreverschlussmuskels, der verhindert, dass Magensaft in die Speiseröhre fliesst: oft ist ein Zwerchfellbruch die Ursache
  • Verstärkte Säureproduktion im Magen
  • Gestörte Schleimhautschutzbarriere in der Speiseröhre

 
 

Beschwerden bei Reflux

Die Beschwerden von Reflux reichen von vorübergehenden bis anhaltenden, brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein, die in den Hals hinein oder bis in den Rücken zwischen den Schulterblättern zu spüren sind. Sodbrennen tritt meist  nach einer halben bis etwa 3 Stunden nach dem Essen auf oder nachts im Liegen.

 

Eher selten kommt es ausserdem zu Hustenreiz, Heiserkeit oder einem Fremdkörpergefühl im Hals. Magensaft, der die Lungen reizt, kann Asthma oder im schlimmsten Fall eine Lungenentzündung auslösen. Magensaft ist sehr säurehaltig, weshalb mit der Zeit auch Zahnschäden entstehen können.

 

Saures Aufstossen ab und zu hat keinen Krankheitswert. Etwa 10% der Betroffenen entwickeln mit der Zeit eine Speiseröhrenentzündung und etwa 10% entwickeln eine Krebsvorstufe, die sogenannte Barett-Schleimhaut. Aber nur 10% von diesen Patienten erkranken tatsächlich an einem Speiseröhrenkrebs. Kurz gesagt: Speiseröhrenkrebs aufgrund einer Refluxkrankheit ist eher selten.

 
 

 

Was kann man selber tun gegen Magenbrennen?

Gelegentliches Magenbrennen kann gut und relativ einfach selber behandelt werden.

 

Die wichtigsten Massnahmen, die Betroffene selber ergreifen können sind:

  • Vermeiden von grossen Mahlzeiten – besser kleinere Mahlzeiten verteilt auf den Tag
  • Üppiges Essen insbesondere auch abends vermeiden
  • Alkoholkonsum reduzieren, Nikotinkonsum stoppen
  • Bei Übergewicht empfiehlt sich eine Gewichtsabnahme
  • Treten die Beschwerden insbesondere nachts auf, kann das Hochstellen des Kopfteils Linderung bringen
  • Zur Reduktion der Säureproduktion im Magen oder zum Schutz der Magen- und Speiseröhreschleimhaut vor Säureschäden können Produkte auf pflanzlicher Basis wie zum Beispiel Algenextrakte oder niedrig dosierte Medikamente (Säureblocker) eingenommen werden. Diese sind über die Apotheke oder Drogerie zu beziehen. 

 
 

Sodbrennen - wann zum Arzt?

Helfen alle diese Massnahmen nicht, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Anhaltendes und häufiges Zurückfliessen des Magensaftes sollte in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt und der Ursache auf den Grund gegangen werden. Betroffene sollten zudem einen Arzt aufsuchen, wenn noch andere Beschwerden wie Schmerzen beim Schlucken, Gewichtsverlust oder Schluckstörungen hinzukommen.

 

Notfall: Brennende, stechende Schmerzen hinter dem Brustbein können auch auf einen Herzinfarkt oder eine Angina pectoris (Herzenge) hinweisen. Halten diese Schmerzen über längere Zeit an und vergehen auch beim Aufstehen nicht oder treten gleichzeitig weitere Beschwerden wie Atemnot, Schwindel oder Schweissausbruch auf, muss deshalb zwingend ein Arzt aufgesucht werden.

 
 

Untersuchungen beim Arzt

Nebst dem üblichen Fragekatalog (wann treten die Beschwerden auf, wie lange, unter welchen Umständen) kann der Arzt die Säureproduktion im Magen messen oder den Druck in der Speisröhre und im Magen bestimmen (Manometrie).

 

Besteht der Verdacht auf eine Refluxkrankheit wird eine Magenspiegelung notwendig. Damit können auch Vernarbungen an der Speiseröhrenschleimhaut oder Krebsvorstufen rechtzeitig entdeckt werden. Mittels Kontrastmittelgaben kann im Röntgenbild ein Rückfluss des Magensaftes oder auch ein Zwerchfellbruch festgestellt werden.

 
 

Behandlung durch den Arzt

Medikamente

Medikamente zur Behandlung von Magenbrennen reduzieren die Beschwerden und können über die Säurereduktion, die Schleimhaut vor Entzündungen schützen. Die Ursache des Reflux wird aber in der Regel dadurch nicht beseitigt, insbesondere dann nicht, wenn ein Zwerchfellbruch oder eine ungenügende Funktion des Verschlussmuskels für den Reflux verantwortlich ist.

 

Zur Behandlung von Sodbrennen werden heute erfolgreich sogenannte Säureblocker oder Säureproduktionshemmer (Antazida, Protonenpumenhemmer) eingesetzt. Säureblocker sind in der Regel gut wirksam. Über längere Zeit eingenommen können diese allerdings Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Übelkeit verursachen.

 

Weitere therapeutische Möglichkeiten zur Behandlung von Reflux
Liegt der Refluxkrankheit eine körperliche Ursache wie ein Zwerchfellbruch oder ein gestörter Verschluss der Speiseröhre zugrunde, gibt es verschiedene chirurgische Möglichkeiten, den Reflux zu behandeln. Das hat den Vorteil, dass damit meist die eigentliche Ursache des Sodbrennens beseitigt wird.

 

Bei einer Operation kommen verschiedene Methoden zum Einsatz deren Ziel es ist, den Zwerchfellbruch zu beheben und/oder die Funktion des Verschlussmuskels zu verbessern.

 
Mediscope - dzu
 
11.03.2014
 
 
 

 

 

 

 

 

 


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