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Sie sind hier: Fokus » Verhütung / Verhütungsmethoden » Sterilisation 23. Januar 2017
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Abschluss der Familienplanung - Sterilisation Mann, Frau

Paar Liebe Sex
Die Sterilisation will
gut überlegt sein
 
Viele Paare, die bereits Kinder haben oder inzwischen etwas älter geworden sind, entscheiden sich für die endgültige Empfängisverhütungsmethode, die Sterilisation.

 

Bei der Sterilisation werden bei der Frau die Eileiter und beim Mann die Samenstränge durchtrennt. Wer sich zu diesem Schritt entscheidet, sollte sicher sein, dass die Familienplanung abgeschlossen ist. Bei einem allfällig später wieder aufkommenden Kinderwunsch kann diese Entscheidung bereut werden.

 

Prinzipiell kann mit der heutigen Mikrochirurgie eine Sterilisation sowohl bei der Frau wie auch beim Mann rückgängig gemacht werden, das heisst die Unfruchtbarkeit wird rückgängig gemacht (Refertilisation). Erfolgsgarantien gibt es aber keine und die Kosten einer Refertilisations-Operation sind nicht zu unterschätzen.

 

 

Sterilisation bei der Frau

Meistens wird die Durchtrennung der beiden Eileiter laparoskopisch gemacht, das heisst mittels Bauchspiegelung. Die gekappten Enden werden entweder mit Hitze verschmolzen oder mit einem Kunststoff-Titan-Clip verschlossen.

 

Vorteil/Zuverlässigkeit

Die Zuverlässigkeit der Sterilisationsmethode bei der Frau ist hoch (Pearl-Index 0.5). Der Eingriff hat weder auf die Hormonproduktion, also auf die Menstruation, noch auf das Lustempfinden der Frau einen negativen Einfluss.

 

Nachteil/Risiken

Es braucht eine Teil- oder Vollnarkose. Komplikationen wie Blutungen, Verletzungen innerer Organe oder Entzündungen sind selten. Der Vorgang ist reversibel, es gibt aber keine Erfolgsgarantie auf eine erneute Schwangerschaft. Dabei spielt sowohl das Alter der Frau als auch der Abstand zwischen der Sterilisation und der Refertilisation eine grosse Rolle.

 
 

Sterilisation beim Mann, Vasektomie

Die Sterilisation beim Mann findet unter örtlicher Betäubung und meist ambulant statt. Es gibt einen kleinen Einschnitt in den Hodensack, der Chirurg legt die Samenstränge frei und durchtrennt diese. Die beiden Enden werden entweder verschweisst oder das Ende umgeschlagen und vernäht.

 

Nach der Operation muss der Mann nach frühestens sechs Wochen den Samenerguss nochmals zur Untersuchung bringen. Je häufiger der Mann in dieser Zeit ejakuliert hat, desto schneller wird sein Samenvorrat aufgebraucht. Zwar produziert der Mann weiterhin Samen, diese werden aber vom Körper abgebaut.

 

Vorteil/Zuverlässigkeit

Die Vasektomie ist eine sehr zuverlässige und dauerhafte Verhütungsmethode (Pearl-Index 0.10 –0.15).

 

Nachteil/Risiken

Die Operation verläuft meist problemlos. Selten kann es zu Einblutungen und Schwellungen im Hoden kommen, die aber nach ein bis zwei Tagen wieder verschwinden.

 

Wer sich für eine Vasektomie entscheidet, sollte sich sehr sicher sein, dass er keine Kinder mehr zeugen will. Bei über der Hälfte der Männer werden nach der Refertilisation zwar wieder Samen gefunden, die Erfolgschancen für eine Schwangerschaft sind aber deutlich niedriger. Auch hier, je älter der Mann und je länger die Sterilisation zurückliegt, desto niedriger ist das Erfolgsrisiko.

 

Pearl-Index

*Pearl-Index = Zahl der ungewollten Schwangerschaften von 100 Frauen in einem Jahr.


Mit diesem Index wurde ein einheitliches Mass hergestellt, das die Sicherheit der Verhütung darstellt; d.h. je tiefer der Pearl-Index desto höher die Zuverlässigkeit, vor einer Schwangerschaft geschützt zu sein.
Wichtig: Der Pearl-Index zeigt die Zuverlässigkeit nur bei der exakten und vorschriftsmässigen Anwendung des Verhütungsmittels.
 
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25.02.2013 - dzu
 
 
 


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