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Sie sind hier: Fokus » Vogelgrippe » Krankheitsbild 23. Juni 2017
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Vogelgrippe, Geflügelpest, H5N1-Influenza

 

Das Vogelgrippe-Virus wird aktuell ausschliesslich bei Vögeln, insbesondere Hühnern und Wasservögeln gefunden.

 

Verändert das Virus seine Oberfläche, kann ein äusserst aggressives Virus mit hohem Ansteckungspotential für die Menschen entstehen, eine Pandemie wäre dann die Folge.

 

 

Definition Behandlungsmöglichkeiten
Ursachen Mögliche Komplikationen
Beschwerden (Symptome) Präventionsmöglichkeiten
Untersuchungen  

 

Definition

Die Vogelgrippe (Influenza A (H5N1)) wird auch Geflügelpest genannt und ist ein Subtyp des Influenza A-Virus. Das Virus wird vorwiegend bei Vögeln, insbesondere Hühnern und Wasservögeln gefunden.

 

Infektionen mit Influenzaviren kommen sowohl beim Menschen als auch bei den Tieren vor. Das Influenza-B-Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen, das Influenza-A-Virus aber zwischen Mensch, Säugetier und Vogel. Das Vogelgrippe-Virus verändert in einem gewissen Zeitraster immer wieder seine Oberfläche. Wird die Oberfläche nur gering verändert (Drift) kommt es zu einer normalen Epidemie (lokal begrenzte Infektionsausbreitung), wird die ganze Oberflächenstruktur verändert (Shift), kommt es zu einer Pandemie (weltweite Infektionsausbreitung).

 

Die Gefahr, die vom Vogelgrippevirus (H5N1) ausgeht ist folgende: im Moment ist das Virus noch nicht an den Menschen adaptiert, es besteht keine oder nur eine äusserst geringe Ansteckungsgefahr (einige wenige Fälle bekannt weltweit). Verändert das Virus seine Oberfläche, kann ein äusserst aggressives Virus mit hohem Ansteckungspotential für die Menschen entstehen, eine Pandemie wäre dann die Folge.

 

Pandemien im letzten Jahrhundert:

  • 1918 Spanische Grippe > 27 Mio. Tote weltweit (2% der damaligen Weltbevölkerung)
  • 1957 Asiatische Grippe  1 Mio Tote
  • 1968 Hongkong Grippe  1 Mio Tote

1997 stirbt erstmals in Holland ein Mensch an den Folgen einer Vogelgrippeinfektion. Im Verlauf verstarben noch mehr Menschen. Damals wurde erkannt, dass die Übertragung des Virus von Wasservögeln auf Geflügel und von dort auf Menschen doch möglich ist.

 

Stand 7. Oktober 2004: Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) starben 16 Menschen in Thailand und 20 Menschen in Vietnam an den Folgen einer Vogelgrippe (Influenza A H5N1). Bei Erkrankungen innerhalb einer Familie in Vietnam wurde im Februar 2004 eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung vermutet. In Hongkong wurde ebenfalls eine Mensch zu Mensch-Übertragung festgestellt (Patient Arzt).

 

Stand Februar 2006:

 
 

Ursache

Holland 2003: Infizierung mit dem Vogelgrippe-Virus (Influenza A H5N1): Man vermutet, dass die in Freilandzucht lebenden Hühner durch vorbeiziehende freilebende Wasservögel, die von Norden nach Süden zogen, infiziert wurden. Die Übertragung fand sehr wahrscheinlich durch die über den Freilandbetrieben niedergefallenen Vogelausscheidungen statt.

 

Die Übertragung auf den Mensch geschieht via Kontakt mit infiziertem Geflügel oder Vögel (Kot, Federn und Sekrete). Gekochtes oder gebratenes Fleisch ist aber keine Gefahr.

 

Einige Infektionen mit dem Vogelgrippevirus innerhalb Familienmitgliedern lassen den Schluss zu, dass das Virus aber auch schon von Mensch zu Mensch weitergeben wurde.

 
 

Beschwerden (Symptome)

Die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten erster Symptome (Inkubationszeit) beträgt wenige Stunden bis drei Tage.

 

Der Infizierte kann das Virus schon weitergeben, ohne dass er Beschwerden spürt.  Es sind die üblichen Grippesymptome (Fieber, Gliederschmerzen, Krankheitsgefühl, ev. Husten, Halsschmerzen, Hautveränderungen) die mehr oder weniger stark auftreten können. (vgl. Grippe, Influenza). Die Stadien reichen von Null-Symptomen bis Lungenentzündung und Tod.

 

Risikogruppen

  • Personen über 65 Jahre
  • Personen (Kinder und Erwachsene) mit chronischen Herz- und oder Lungenerkrankung, chronischem Asthma, angeborener Fehlbildung des Herzens, zystischer Fibrose, chronischer Stoffwechselstörung (u. a. Diabetes), Niereninsuffizienz, Hämoglobinopathie oder Immunsuppression
  • Medizin- und Pflegepersonal
  • Geflügelfarmenpersonal oder Menschen, die mit Vögeln arbeiten.

 
 

Untersuchungen (Diagnostik)

  • Krankengeschichte, insbesondere Befragung über Reiseunternehmungen und Hühnerkontakt und/oder Vögelkontakten (!) und Einbezug der Symptome.
  • Erregernachweis

 
 

Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt kein Medikament, das gegen das Virus wirkt, es kann nur symptomatisch behandelt werden. Die Antivirus-Substanz Oseltamivir kann sowohl prophylaktisch wie auch therapeutisch eingesetzt werden, bietet aber keinen bleibenden Schutz.

 

Trotz der Eindämmungsmassnahmen, die seit Anfang 2004 in Ostasien in Kraft sind, treten in den Geflügelbeständen weiterhin neue Fälle von Aviärer Influenza (Vogelgrippe) auf. In seltenen Fällen wurde das für die Vogelgrippe verantwortliche Influenza-A-Virus (H5N1) vom Geflügel auf den Menschen übertragen.

 

Es existieren keine Anhaltspunkte dafür, dass sich das Virus leicht von Mensch zu Mensch überträgt. Um sich jedoch auf eine solche Bedrohung vorzubereiten, hat das BAG eine Ausschreibung für den Kauf von Impfstoff gegen das Vogelgrippevirus H5N1 beim Menschen zwecks Aufbau einer Reserve lanciert. (Quelle: BAG, Bundesamt für Gesundheit, Aug. 2005)

 
 

Mögliche Komplikationen

Normalerweise klingt die Grippe nach 7-10 Tagen wieder ab. Komplikationen entwickeln sich grösstenteils aus den bakteriellen Zusatzinfektionen. So können als Folge einer Lungenentzündung Abszesse in der Lunge entstehen.

 

Zu den Lungenkomplikationen (Lungenentzündung) können Komplikationen am Herz-Kreislauf-System, wie z.B. Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Lungenödem oder ein Kreislaufschock, hinzukommen, die ihrerseits bis zum Tod des Patienten führen können.

 
 

Präventionsmöglichkeiten

Reisende sollen sich auf dem Reisebüro oder an entsprechenden Stellen über die Grippeaktivitäten in den entsprechenden Ländern erkundigen. (siehe Linkempfehlungen)

 

Der Kontakt mit toten oder lebenden Hühnern und Wasservögeln, sowie Geflügelbetriebe und –märkte vermeiden.


Händewaschen, Raumdurchlüftung vermindert generell die Übertragungswahrscheinlichkeit von Influenzaviren.

 

Menschen aus den Risikogruppen sollten sich jährlich gegen die Grippe impfen lassen, auch wenn die derzeitigen Impfstoffe nicht gegen das Influenza A H5N1 schützt.

 

Die Grippeimpfung wird vor allem folgenden Personen empfohlen:

  • Personen, die in der Tierseuchenbekämpfung eingesetzt werden
  • Schlachhofpersonal
  • Tierärztinnen, Tierärzte, Praxis- und Tierspitalpersonal
  • Geflügelhalterinnen, Geflügelhalter
  • Personen, welche beruflich und hobbymässig häufig mit Haus- und Wildvögeln in Kontakt kommen (Ornithologen, Jagdaufseher, Wildhüter, Tierpräparatoren, Zoo- und Zollangestellte).

 

Zusätzliche vorbeugende Massnahmen

 

Linkempfehlungen:


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Linkempfehlungen
Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Influenza.ch
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