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Sie sind hier: Fokus » Wechseljahre » Osteoporose 26. März 2017
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Osteoporose nach der Menopause

 
Osteoporose (im Volksmund Knochenschwund) ist eine Skeletterkrankung. Typisch bei der Osteoporose sind die verringerte Knochenmasse und eine poröse Knochenstruktur; die Knochen werden schwächer und sie brechen leichter.

 

Häufig braucht es dazu keinen äusseren Einfluss: Bereits das Heben einer Tasche oder starkes Husten können hierfür ausreichen. Am häufigsten kommen Frakturen (Brüche) an den Wirbelkörpern, Hüften oder an den Handgelenken vor. Die Diagnose der Osteoporose stellt der Arzt mittels Messung der Knochendichte mit speziellem Röntgenverfahren oder mit quantitativer Computertomographie.

 

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Osteoporose mittlerweile zu den zehn häufigsten Erkrankungen überhaupt und wird als eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme eingestuft.

 

Der bedeutendste Risikofaktor für eine Osteoporose ist der Östrogenmangel nach der Menopause der Frau. Durch das Sinken des Östradiolspiegels sinkt die Knochenmasse um bis zu 40%. 30-40% aller Frauen werden ohne Behandlung einen Knochenbruch erleiden, wobei 80-90% dieser Frakturen auf Grund des Östrogenmangels entstehen.

 

Allgemeine Massnahmen zur Prävention

Absolut notwendige, einfache, aber häufig nicht ausreichende Massnahmen zur Prävention der postmenopausalen Osteoporose sind:

  • Regelmässige körperliche Aktivität (Spazieren, Fahrradfahren, Wandern …). Der natürliche Verlust an Knochenmasse wird gebremst und die gekräftigte Muskulatur schützt den Knochenapparat vor Verletzungen
  • Genügende Aufnahme von Kalzium (nach der Menopause 1200–1500 mg/Tag) und Vitamin D (nach heutiger Sicht mindestens 800 IE/Tag)
  • Verzicht auf Rauchen

 

Nutzen der Hormonersatz-Therapie

Dass eine Hormonersatztherapie den Knochenverlust verhindern kann, ist vielfach bewiesen und wird kaum mehr angezweifelt. Bereits in den 80er Jahren konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass die Knochendichte durch Östrogenersatz sowohl an der Wirbelsäule als auch am Schenkelhals zunimmt. Später zeigte dann die grosse WHI-Studie auch, dass das Knochenbruchrisiko an allen Schwachstellen des Skeletts (Wirbelsäule, Vorderarm, Schenkelhals) deutlich gesenkt wird. Dies gilt sowohl für Hormontabletten als auch für Hormonpräparate, welche durch Haut aufgenommen werden (Gel, Creme, Pflaster).

 

Wahl der Massnahme zur Osteoporose-Prävention je nach Zeitperiode

Frühe Menopause und Zeit innerhalb von 10 Jahren nach Menopause

Experten empfehlen eine Hormonersatz-Therapie zur Prävention von Osteoporose-bedingten Frakturen. Bei diesen Frauen ist die Angst vor einem erhöhten Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen unbegründet. Wird eine fest kombinierte Hormonersatztherapie (Östrogen und Progesteron) kurz nach der Menopause begonnen, so steigt das Brustkrebsrisiko nach den heute vorliegenden Daten innerhalb der ersten sieben Jahre der Anwendung nicht an. Auch Frauen nach Gebärmutterentfernung, welche mit Östrogen allein behandelt werden, weisen kein erhöhtes Brustkrebsrisiko auf.

 

Frauen über 60 und mehr als 10 Jahre nach Menopause

Ob eine Hormonersatztherapie, welche bereits früher begonnen wurde, weiter erfolgen soll oder nicht, muss individuell entschieden werden. Dabei spielt vor allem der Leidensdruck durch klimakterische Beschwerden und die Verbesserung der Lebensqualität durch eine Hormontherapie eine grosse Rolle.
Für Frauen, welche bis zu diesem Zeitpunkt keine Hormonersatztherapie erhielten, gibt es einige Therapiealternativen zur Hormonersatz-Therapie, wobei diese natürlich nur spezifisch vor Osteoporose schützen. Dies sind insbesondere Bisphosphonate, selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren und Strontium-Ranelat.


 
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