Leaderboard

Sie sind hier: Fokus » Zecken » Krankheitsübertragung 22. Februar 2017
Fokus
Adipositas, schweres Übergewicht
Alkoholabhängigkeit
Baby / Geburt Schwangerschaft
Blasenentzündung, Zystitis
Blutgerinnung
Brustkrebs
Cholesterin
Chronische myeloische Leukämie (CML)
Eisenmangel
Endometriose
Essstörungen
Fussgesundheit
Gebärmutterhalskrebs/ Genitalwarzen
Haarausfall
Haut trocken
Haut-/Sonnenschutz
Herz / Herz-Kreislauf
Heuschnupfen
Immunsystem stärken
Impfen
Insektenschutz
Körperschmuck
Krankenversicherung
Menstruation
Morbus Crohn
Multiple Sklerose
Nagelgesundheit
Nagelpilz
Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit
Nikotinsucht
Prostatakrebs
Schwindel
Stress
Todesfall
Verdauung
Verhütung / Verhütungsmethoden
Vogelgrippe
Wechseljahre
Zecken
Krankheitsübertragung
Wie entfernen?
Vorbeugung
Aktuell
FAQ
Diskussionsforum
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner

Rect Top

 

 

Übertragung von Krankheitserregern durch Zecken

Nicht jede Zecke
überträgt Krankheiten
Der Stechapparat der Zecke wird Hypostom genannt. Er ist mit Widerhacken versehen. Der Stich ist zwar schmerzlos wegen einer schmerzstillenden Substanz im Zeckenspeichel, aber trotzdem bedrohlich, da Krankheits-Erreger übertragen werden können.

 

In der Schweiz betrifft das vor allem zwei Krankheiten: Einerseits die Frühsommer-Meningoenzephalitis mit gut 100 - 170 Fällen jährlich, andererseits die Lyme-Borreliose (ca. 10’000 Fälle pro Jahr). Letztere beginnt mit einer kreisförmigen Hautrötung und kann nach Monaten bis Jahren zu Entzündungen von Gelenken, Herz und Nervensystem führen. Wichtig ist, dass eine Zecke richtig und möglichst bald entfernt wird.

 

Zecken übertragen Krankheiten

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird mit dem Speichel übertragen. Das bedeutet, dass auch eine schnelle Entfernung der Zecke eine Infektion mit dem FSME-Virus nicht verhindern kann. Deshalb ist der wichtigste Schutz gegen FSME eine rechtzeitig durchgeführte aktive Immunisierung.


Die Erreger der Lyme-Borreliose, das Bakterium Borrelia burgdorferi, befinden sich nicht in den Speicheldrüsen, sondern im Mitteldarm der Zecke. Sie gelangen mit den Ausscheidungen der Zecke verzögert in den menschlichen Körper. Darum ist eine Übertragung in den ersten 8 - 24 Stunden nach dem Zeckenstich unwahrscheinlich. Eine Impfung gegen Lyme-Borreliose ist bei uns zur Zeit noch nicht möglich.

 

 Tabellarischer Vergleich FSME / Lyme-Borreliose

 

 

FSME Lyme-Borreliose
Überträger Schildzecken der Gattung Ixodes Schildzecken der Gattung Ixodes
Reservoir Kleinsäuger, Vögel Kleinsäuger, Vögel
Erreger FSME-Virus Bakterium Borrelia burgdorferi 
Übertragung sofort nach Stich 8 - 24 h nach Stich 
Verbreitung Schweiz  Endemiegebiete 2015 (Geokarte Schweiz) landesweit 
Zeckendurchseuchung  0.5 bis 3% 5 - 30% - stellenweise bis 50%
Gemeldete Fälle /Jahr in der Schweiz 

ca. 100 - 170 Fälle

(Stand ab 2006)*

10'000 Personen*
Therapie  Keine, nur symptomatisch Rasche Entfernung der Zecke, Antibiotika
Impfung  Ja, 3 Dosen Europa nein 
Immunität  Auffrischimpfung alle 10 Jahre empfohlen  Erneute Ansteckung 
möglich 

*Zahlen aus den Jahren 2015 BAG.

 

Eine weitere Erkrankung, der in letzter Zeit vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt wurde, ist die Ehrlichiose. Sie wird von Bakterien, den sogenannten Ehrlichien, verursacht, die von verschiedenen Zeckenarten übertragen werden können. Dazu gehört Amblyomma americanum, eine Zecke, die vor allem in den südlichen USA vorkommt. Meist verläuft eine Ehrlichiose symptomlos. Es kann jedoch auch zu Fieber, Kopf-, Rücken- und Muskelschmerzen, Übelkeit oder zu Komplikationen durch Zusatzinfektionen mit anderen Bakterien kommen. Auch aus Europa sind Ehrlichiose-Fälle bekannt.

 

Verschiedene Fleckfieberarten werden ebenfalls durch Zecken übertragen, in Europa vor allem im Mittelmeergebiet. Das Mittelmeer-Fleckfieber äussert sich mit hohem Fieber und einem typischen Ausschlag.

 

Zecken richtig entfernen

Zecken sollen
so rasch wie möglich
entfernt werden
 
Zecken, so gross wie ein Stecknadelknopf, stammen aus der Familie der Spinnentiere.

 

Sie passen sich unglaublich gut ihrer Umgebung, bezüglich Höhe und Feuchtigkeit, an. Sie bevorzugen aber ganz klar die Feuchtigkeit des Erdbodens und leben am liebsten im Unterholz und in niedrigen Waldsträuchern. Auf Bäumen sind sie nicht anzutreffen.

 

Für die Menschen sind sie gefährlich, weil sie sich an der Haut festsaugen und sich vom Blut ernähren. Dadurch können sie zum Teil gefährliche Krankheiten übertragen und sollten deshalb rasch und richtig entfernt werden.

 

Warum Zecken entfernt werden müssen

Die Zecken sind möglichst rasch zu entfernen, da sie Krankheitserreger übertragen können. Die wichtigsten sind die Erreger der Lyme-Borreliose (Bakterien) und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (Viren).

 

Die Erreger der Lyme-Borreliose befinden sich nicht in den Speicheldrüsen, sondern im Mitteldarm der Zecke. Sie gelangen verzögert mit den Ausscheidungen der Zecke in den menschlichen Körper. Darum ist eine Übertragung in den ersten 8-24 Stunden nach dem Stechen der Zecke unwahrscheinlich. Eine Borreliose kann durch frühzeitiges Entfernen der Zecke verhindert werden.

 

Die Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis befinden sich in den Speicheldrüsen und werden beim Stich direkt übertragen. Eine Infektion kann deshalb durch rasches Entfernen der Zecke nicht vermieden werden. Das ist nur durch eine aktive Immunisierung (Impfung) möglich.

 

Wie werden Zecken richtig entfernt

  • Bei Zeckenbefall soll die Zecke möglichst rasch durch Fassen mit einer feinen Pinzette direkt über der Haut und kontinuierlichem Zug entfernt werden.
  • Überflüssige Manipulationen wie z.B. Drehen, Aufbringen von Öl, sind zu unterlassen. Der Zeckenkörper darf nicht gequetscht werden, da sonst infektiöses Sekret über den Speichel in den Organismus gelangen kann.
  • Die Stichstelle und die Hände sollen nachher desinfiziert werden. In der Haut verbleibende Mundwerkzeuge werden binnen Tagen „abgestossen“. Geschieht dies nicht oder entzündet sich die Einstichstelle, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Das Datum des Stiches und die betroffene Körperstelle sollten notiert werden, so dass nach 3 Wochen eine Selbstkontrolle möglich ist.
  • Die entfernte Zecke sollte, besonders bei Verdacht auf eine Infektion, nicht weggeworfen werden. Falls erforderlich kann der Arzt die Zecke untersuchen lassen. Sie kann auch nach der Entfernung Aufschluss über Krankheitserreger geben.

 
Mediscope - dzu
 
13.08.2015
 
 
 


Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

Forum Zecken

Leser diskutieren zum Thema Zeckenbiss, Frühsommerhirnhaut-entzündung, Borreliose

Diskussionsforen

Diskussionsforen

 

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer