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Achillessehnenriss, Achillessehnenruptur

Definition

Achillessehnenriss passiert oft durch Sport

Der sonst unverwundbare Achilles starb durch die Verletzung „seiner“ Sehne – so will es die Legende. Bis heute ist die Achillessehne ein äusserst verletzungsanfälliges Körperteil, obwohl sie zu den stärksten Sehnen des menschlichen Körpers zählt.

Man unterscheidet den akuten Achillessehnenriss aus vollständiger Beschwerdefreiheit vom langsam fortschreitenden Teilabriss durch Abnützungserscheinungen.

Chronische Achillessehnenprobleme entstehen durch die Degeneration des Sehnengewebes. Betroffen sind meist ältere Menschen oder Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes, Rheumatoider Arthritis oder anderen Rheumaerkrankungen.

Der akute Achillessehnenriss passiert häufig im Freizeitsport, abends nach der Arbeit auf dem Tennisplatz, beim Tanzen, beim Aerobic und so weiter. Deshalb ist der typische Patient für einen Achillessehnenriss zwischen 30- und 50-jährig und meist ein Hobbysportler.

Der Achillessehnenriss kann konservativ (ohne Operation) oder chirurgisch behandelt werden. Von den Experten wird eher die Operation empfohlen, da durch die längere Ruhigstellung des Beins ohne Operation das Risiko für Muskelschwund, Thrombosebildung, einen erneuten Achillessehenriss sowie Kraftverlust nicht unbedeutend ist.

Ursachen

Häufig passiert der Achillessehnenriss beim Abspringen oder Hüpfen. Meist ist eine akute Überlastung der Sehne die Ursache für den Riss.

Profisportler erleiden eher selten einen Achillessehenriss, da diese meist genügend Aufwärmübungen vor den sportlichen Aktivitäten machen.

Symptome (Beschwerden)

Der akute Riss der Achillessehne macht sich durch einen lauten Knall bemerkbar. Die Bewegung des Fusses Richtung Schienbein ist schmerzbedingt nicht mehr möglich und auf die Zehen stehen ist ebenfalls unmöglich, da die Sehne ja gerissen ist.

Weitere Beschwerden

  • Sofort einsetzender, meist starker Schmerz nach dem Unfallereignis
  • Nebst dem Schmerz ist eine Dellenbildung oberhalb der Ferse ein typisches Merkmal für einen Achillessehnenriss
  • Unfähigkeit, den Fuss aktiv abzustossen und zu springen
  • Eventuell entsteht ein Bluterguss sowie eine Schwellung an der Rückseite des Sprunggelenkes

Diagnose (Untersuchung)

Der Arzt kann durch die Beschreibung des Unfallherganges sowie der Symptome, insbesondere der Erwähnung des „Knalls“, der Unmöglichkeit, den Fuss anzuziehen oder auf den Zehen zu stehen, die Diagnose eines Achillessehnenrisses stellen.

Ein spezieller Test bestätigt die Diagnose:

  • Thompson-Test: der Arzt drückt hierbei auf die Waden, worauf automatisch die Fussflexion passieren sollte. Fällt die Flexion aus, ist die Diagnose sicher.

Bildgebende Untersuchungen

  • Sonographie (Ultraschall): Damit kann eine Lücke im Verlauf der Sehne sichtbar gemacht werden. Dies ist etwa in 70% der Fälle so.
  • Röntgenbild: Zum Ausschluss einer Knochenverletzung bzw. eines knöchernen Ausrisses der Sehne.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Wird gemacht bei Verdacht auf einen Teilabriss der Achillessehne.

Therapie (Behandlung)

Akutbehandlung

Die Erstbehandlung, welche wenn immer möglich bereits am Unfallort durchgeführt werden soll, erfolgt nach dem PECH-Schema:

  • P Pause - sofortiger Sportunterbruch – hier durch die Unmöglichkeit des Abrollens automatisch gegeben.
  • E Eis - Kühlen der verletzten Stelle, sofern die Stelle geschlossen ist (keine offene Wunde) Achtung: Eis nicht direkt auf die Haut geben, Gefahr von Kälteschäden.
  • C Compression - Druckverband verhindert die Schwellung und muss regelmässig geprüft werden.
  • H Hochlagern - Bei Verletzungen, welche die Extremitäten (Arme, Beine) betreffen, wird der Rückfluss des Blutes und der Schwellflüssigkeit (Ödem) durch Hochlagern erleichtert.

Ein Achillessehenriss wird entweder konservativ (ohne Operation) oder chirurgisch behandelt.

Konservative Behandlung

Stellt der Arzt fest, dass sich die beiden gerissenen Sehnen-Enden beim Absenken des Fusses berühren, muss nicht sofort operiert werden. In vielen Fällen wachsen die beiden Enden wieder zusammen.

Methode

Entlastung der Achillessehne mittels Ruhigstellung des Unterschenkels in einer Schiene oder Spezialschuh. Der Spezialschuh hat einen leichten Absatz, damit eine Spitzfussstellung garantiert ist und sich die beiden Sehnen-Enden „berühren“ können. Diese sogenannte Teilentlastung dauert ein paar Wochen. Danach kann wieder normal belastet werden. Voraussetzung: Regelmässige Kontrolle des Heilungsverlaufes durch den Arzt. Der Heilungsprozess sollte innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein.

Die konservative Methode hat den Vorteil der Umgehung einer Operation mit Narkoserisiken. Nachteile sind: Muskelschwund sowie das Thromboserisiko durch die länger dauernde Ruhigstellung des Fusses. Ausserdem ist das Risiko eines erneuten Achillessehnenrisses größer als bei der operativen Behandlung.

Operative Behandlung

Die beiden Sehnen-Enden müssen zusammengenäht werden. Hier gibt es zwei Methoden: Die offene (grössere) Operation oder die minimal-invasive Operation. Welche Art der Chirurg wählen wird, hängt Zustand der Sehnen ab. Bei Verklebungen der Sehne mit dem umgebenden Gewebe zum Beispiel muss die Operation offen erfolgen. Die kleinere (minimal-invasive) Operation eignet sich nur bei einer ersten Rissbildung und nur, wenn vorher keine  Achillessehnenbeschwerden bestanden.

Nachbehandlung nach der Operation

Der Spitalaufenthalt ist in der Regel kurz – 2-3 Tage.

Die Nachbehandlung beinhaltet:

  • Teilbelastung des Fusses (maximal mit dem halben Körpergewicht), danach langsame Erhöhung der Belastung
  • Tragen einer Bandage oder Schiene (Orthese)
  • Physiotherapie nach Bedarf und Wunsch des Patienten
  • Vollbelastung nach ca. 6-7 Wochen
  • Nach ca. 2 Monaten kann die Schiene weggelassen werden
  • Leichtes Jogging kann nach 12 Wochen wieder aufgenommen werden. Für Wettkampfsportarten besteht jedoch eine Sperrfrist von ca. 6 Monaten

Mögliche Komplikationen

Der Heilungsverlauf ist normalerweise komplikationslos. Das heisst, sowohl nach der konservativen wie auch nach der chirurgischen Behandlung sollte die Bewegungsfähigkeit entsprechend der Situation vor dem Unfall wieder hergestellt sein.

In seltenen Fällen kann es zu Durchblutungsstörungen, Wundinfektionen sowie zu einer Verkürzung oder Verlängerung der Sehne kommen.

Wie bei jeder anderen Operation bestehen die üblichen Risiken einer Infektion oder Thrombose sowie immer auch ein gewisses Narkoserisiko.

Vorbeugemassnahmen (Präventionsmassnahmen)

  • Regelmässige sportliche Aktivitäten halten Muskeln und Sehnen elastisch
  • Dehnübungen und Aufwärmübungen vor und nach sportlichen Aktivitäten
  • Vermeiden von abrupten und starken Belastungen
  • Optimales Aufwärmen und Dehnübungen, insbesondere vor und nach Risikosportarten, wo besonders viel und akut „gebremst“ werden muss (z.B. Squash)
  • Bei Sportarten mit grosser Fussbelastung eventuell prophylaktisches Tapen mit mit kinesiologischem Tape (elastisches, selbstklebendes therapeutisches Tape).

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