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Sie sind hier: Krankheitsbilder » Kehlkopfkrebs, Larynxkarzinom 24. April 2017
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Kehlkopfkrebs, Larynxkarzinom

Definition

Kehlkopfkrebs: Anatomie der oberen Atmungs- und Schluckorgane

Kehlkopfkrebs wird durch bösartige Zellveränderungen an der Schleimhat des Kehlkopfs verursacht. Hauptgrund für die Entstehung von Kehlkopfkrebs ist das Benzpyren, das im Zigarettenrauch enthalten ist. Kehlkopfkrebs ist eine Erkrankung, die überwiegend Männer betrifft - vier von fünf Neuerkrankungen. Da sich die Zahl der Raucherinnen deutlich erhöht hat, erkranken zunehmend auch Frauen an dieser Krebsart.

Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung des Kehlkopfkrebses sind im Einzelnen noch nicht geklärt. Man weiss heute jedoch, dass bestimmten äusseren Einflüssen eine wesentliche Bedeutung bei der Entstehung des Kehlkopfkrebses zukommt. Dazu gehört in erster Linie das Rauchen. Das Risiko an einem Kehlkopfkrebs zu erkranken, wird durch einen gleichzeitigen Alkoholkonsum noch verstärkt. Eine familiäre Veranlagung bedeutet ausserdem ein erhöhtes Risiko.

Durch die Einwirkung von Teerstoffen, halogenierten Kohlenwasserstoffen sowie von Holzstäuben, z.B. bei Schreinern, kann die Entstehung von Kehlkopfkrebs ebenfalls begünstigt werden (Berufskrankheit).

Man unterscheidet den Kehlkopfkrebs oberhalb und unterhalb der Stimmbänder sowie den Glottistumor (eigentlicher Tumor der Stimmbänder).

Symptome (Beschwerden)

Kehlkopfkrebs: unbestimmter Reizhusten, Schluckbeschwerden und Heiserkeit

Im Gegensatz zu den meisten anderen Krebserkrankungen, die keine Frühzeichen verursachen, macht der Kehlkopfkrebs durch eine anhaltende Heiserkeit bereits relativ früh auf sich aufmerksam. Bei jeder länger als 2 Wochen bestehenden Heiserkeit sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden, der einen Kehlkopfkrebs häufig schon durch eine einfache Spiegeluntersuchung feststellen kann.

Typische Symptome sind:

  • Länger andauernde Heiserkeit
  • Räusperzwang, Reizhusten
  • Eventuell Druckgefühl oder Fremdkörpergefühl im Kehlkopfbereich
  • Schluckbeschwerden
  • Eventuell Schwierigkeiten beim Atmen

Diagnose (Untersuchung)

Kehlkopfkrebs: Kehlkopfspiegelung und Gewebeprobe

  • Krankengeschichte unter Einbezug der Beschwerden
  • Laryngoskopie (Spiegelung des Kehlkopfes): Dabei lassen sich die Stimmlippen auf deren Beweglichkeit untersuchen und die anderen Kehlkopfanteile beobachten
  • Durch Halsabtasten kann eine eventuelle Lymphknotenvergrösserung festgestellt werden
  • Gewebeprobe (Biopsie)
  • Computertomographie

Therapie (Behandlung)

Kehlkopfkrebs: Entfernung des bösartigen Tumors

Begrenzte Tumoren können mit zumindest teilweiser Erhaltung des Kehlkopfes und damit der Stimme operiert werden. Ist dies möglich, ist die Prognose des Patienten gut.

Bei fortgeschrittenen Tumoren ist die Entfernung des Kehlkopfes meist unumgänglich, mit Entfernung der Halslymphknoten. Um die Atmung zu ermöglichen, muss durch die Haut vorne am Hals ein Loch in die Luftröhre gemacht werden (Tracheostoma). An die Operation schliesst sich in der Regel eine kombinierte Bestrahlungs- und Chemotherapie an.

Kann der Tumor nicht operiert werden oder will der Betroffene dies nicht, bleibt nur die primäre Bestrahlungs- und Chemotherapie oder eine palliative Therapie (primär zur Verbesserung der Lebensqualität) übrig.

Je früher die Diagnose gestellt wird, desto grösser sind die Heilungsaussichten. Die Heilungsprognose hängt auch von der Art und dem Ort des Auftretens des Tumors sowie dem Ansprechen auf die Therapie ab.

Wie bei andern Krebsarten können sich als Komplikation Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden. Dann ist eine Heilung kaum mehr möglich.

Mögliche Komplikationen

  • Metastasenbildung in anderen Organen
  • Permanenter Hustenreiz
  • Komplikationen durch Operation (Blutungen, künstliche Stimme, praktisch fehlender Geruchsinn, Nervenverletzungen)

Vorbeugemassnahmen (Präventionsmassnahmen)

Kehlkopfkrebs: Nicht rauchen, moderater Alkoholkonsum beugt vor

Sofortiger Rauchstop und moderater Alkoholkonsum.

Patienten, die nach einer Kehlkopfkrebstherapie weiterhin rauchen, haben ein stark erhöhtes Risiko, dass der Tumor erneut auftritt, da bereits Schäden an der Schleimhaut bestehen. Eine lebenslange Nachsorge beim HNO- Arzt ist notwendig.

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