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Sie sind hier: Krankheitsbilder » Legasthenie 25. März 2017
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Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Lese-Rechtschreib-Störung, Leseschwäche, Schreibschwäche

Definition

Legasthenie: Angeborene Leseschwäche und Rechtschreibstörung

Die Legasthenie ist eine angeborene Leseschwäche und Rechtschreibstörung, die jedoch nichts mit einer verminderten Intelligenz zu tun hat. Sie macht sich nur beim Erlernen des Lesens und Schreibens bemerkbar und wird daher auch als ''Teilleistungsschwäche'' bezeichnet. Häufig kommt es dadurch zu Schwierigkeiten bei der Rechtschreibung und manchmal auch zu einer Rechenschwäche, Dyskalkulie.

Einfacher erklärt, fällt dem betroffenen Kind das Erkennen von Wörtern deutlich schwerer als gleichaltrigen Kindern. Dies betrifft sowohl das Lesen als auch das Hören von Wörtern und lässt sich nicht durch unzureichenden Unterricht, Hörstörungen, Sehstörungen oder durch andere Erkrankungen erklären.

Nach Schätzungen sind etwa 5% aller Kinder und Jugendlichen betroffen, Knaben häufiger als Mädchen. Legasthenische Kinder brauchen ein spezielles Training mit speziellen Methoden, um den ''Rückstand'' beim Erlernen von Lesen und Schreiben systematisch nachzuholen. Mit den üblichen Unterrichtsmethoden oder vermehrtem Üben alleine ist es nicht getan.

 

Ursachen

Es gibt mehrere Theorien zur Entstehungsursache einer Legasthenie. Die genaue Ursache konnte bisher aber nicht gefunden werden.

Eine Theorie ist, dass eine Legasthenie vererbt wird, da sie in Familien gehäuft auftritt und auch Untersuchungen des Erbguts darauf hinweisen. Eine weitere Theorie besagt, dass es in der Frühschwangerschaft bei der Gehirnentwicklung zu Störungen kommt, die später zu einer fehlerhaften Aufnahme und Verarbeitung von sprachlichen und visuellen Informationen im Gehirn führen.

Wie bereits erwähnt, hat die Legasthenie aber nichts mit verminderter Intelligenz zu tun. Es gibt sogar viele Berühmtheiten, die Legastheniker waren, darunter Albert Einstein (deutscher Physiker und Nobelpreisträger), Agatha Christie (englische Krimiautorin), Alfred Hitchcock (britischer Filmregisseur), Cher (amerik. Sängerin), Michael Jackson (amerik. Sänger), Francois Mitterrand (ehem. franz. Staatspräsident) und viele mehr.



 

Symptome (Beschwerden)

Alle Kinder machen beim Erlernen von Lesen und Schreiben mehr oder weniger häufige Fehler. Bei den meisten Kindern nehmen diese jedoch schnell ab und verschwinden schliesslich weitgehend. Bei legasthenischen Kindern treten diese Lesefehler und Rechtschreibfehler jedoch verstärkt auf.

Eine Legasthenie kann sich auf verschiedenster Weise zeigen, sodass jedes Kind ''seine eigene Legasthenie'' hat. Allen gemeinsam sind Schwierigkeiten beim Leseverständnis, beim flüssigen Lesen und bei der Rechtschreibung.

Typische Merkmale einer Legasthenie sind:

  • Wörter oder Wortteile werden verdreht, ausgelassen oder falsch hinzugefügt.
  • Im Satz werden Wörter vertauscht.
  • Buchstaben oder Silben werden ersetzt, verdoppelt oder ausgelassen.
  • Reihenfolge von Buchstaben wird vertauscht (z.B. Biene - Beine).
  • Symmetrische Buchstaben werden verwechselt (q mit p oder d mit b).
  • Ähnlich klingende Buchstaben werden verwechselt (d und t oder a und h).
  • Häufiges Auftreten gleichartiger Rechtschreibfehler, allerdings wird das gleiche Wort nicht immer gleich falsch geschrieben.
  • Langsame Lesegeschwindigkeit, langes Zögern beim Vorlesen.
  • Die Zeile im Text wird verloren.
  • Probleme beim Leseverständnis: Gelesenes kann nicht wiedergegeben werden, es werden aus dem Gelesenen keine Schlüsse gezogen oder der Zusammenhang wird nicht erkannt.
  • Vermeidungsverhalten beim Schreiben oder Lesen (Kind ist unruhig, zappelig, muss öfter auf die Toilette, klagt über Kopfweh, plaudert ständig etc.).
  • Keine deutliche Besserung durch vermehrtes Üben.

Auswirkungen und Spätfolgen einer Legasthenie

Wird eine Legasthenie nicht erkannt und das Kind nicht entsprechend gefördert, verliert das Kind schnell die Freude an der Schule und es kann zu Verhaltensstörungen und Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung kommen. Diese Folgen werden dann oft als Ursache der Legasthenie gesehen und nicht als Folge. Das Kind wird als ''dumm'', ''faul'', ''schwierig'' oder ''verhaltensauffällig'' abgestempelt und gerät in einen Teufelskreis aus geringem Selbstwertgefühl, Rückzug und Resignation, aggressivem Verhalten, Schulangst bis hin zur Schulverweigerung und Depressionen.


 

Diagnose (Untersuchung)

Eine Legasthenie kann erst ab dem Erlernen von Lesen und Schreiben festgestellt werden, frühestens aber am Ende der 1. Klasse. Am deutlichsten macht sie sich zwischen dem 2. und 4. Schuljahr bemerkbar. Davor sind Schwierigkeiten im Schreib- und Leselernprozess als völlig normal anzusehen.

Die Diagnose erfolgt durch speziell ausgebildete Psychologen. Manche Schulen führen zu Beginn der 2. Klasse sogenannte ''Legasthenie-Screeningtests'' durch, mit denen grob auffällige Kinder erkannt werden können. Für eine sichere Diagnose sind nachfolgende, jedoch genauere Tests beim Psychologen notwendig. Dazu kommen verschiedene Tests zum Einsatz, wie ein allgemeiner Intelligenztest, Konzentrationstests, Zeichentests sowie Lese- und Schreibtests.
 

Therapie (Behandlung)

Legasthenische Kinder sollten möglichst früh ein konsequentes Training durch speziell geschulte Psychologen erhalten. Denn die Probleme beim Lesen und Schreiben gefährden nicht nur den Schulerfolg des Kindes, sondern auch dessen soziale Entwicklungsmöglichkeiten. Im Normalfall muss mit einer Behandlungsdauer von etwa 2 Jahren gerechnet werden. Daher ist es wichtig, so früh wie möglich zu beginnen, da das Training abgeschlossen sein sollte, bevor das Kind in eine höhere Schule wechselt. Wichtig ist, dass Therapeut, Eltern und Schullehrer dabei eng zusammenarbeiten.

Da jedes Kind ''seine eigene Legasthenie'' hat, erfolgt für jedes Kind ein individuell angepasstes Training, das sich nach dem Schweregrad, dem Zeitpunkt des Trainingsbeginns, dem Grad der Frustration des Kindes usw. richtet.

Die Eckpfeiler des Trainings und der Behandlung sind:

  • Ausführliche Beratung der Eltern
  • Förderung der Aufmerksamkeit des Kindes im Umgang mit Buchstaben und Zahlen. Bei anderen Beschäftigungen ohne Buchstaben und Zahlen können Kinder mit Legasthenie oft problemlos auch über Stunden die Aufmerksamkeit halten.
  • Verbesserung der Lese- und Schreibleistungen
  • Aufbau und Festigung des Selbstbewusstseins
  • Mitbehandlung zusätzlicher psychologischer Auffälligkeiten
Beispiele für anerkannte deutschsprachige Trainingsprogramme sind: ''Kieler Lese- und Rechtschreibaufbau'', ''Lautgetreue Rechtschreibförderung'', ''Marburger Rechtschreibtraining'', ''Legasthenie-Training nach der AFS-Methode'' oder ''Pädagogische LRS-Therapie''.

Prognose

In den meisten Fällen muss damit gerechnet werden, dass einen die Symptome einer Legasthenie ein ganzes Leben lang begleiten. Während Probleme beim Lesen oft deutlich abnehmen, sind Schwierigkeiten beim Schreiben oft auch noch im Erwachsenenalter vorhanden. Der Schulerfolg und später auch die Berufswahl können durch die Legasthenie beeinträchtigt werden.

 

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