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Sie sind hier: Krankheitsbilder » Pest, Yersina pestis-Infektion 25. Juni 2017
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Pest, Yersina pestis-Infektion

Definition

Pest: hochansteckende Infektionskrankheit durch das Bakterium Yersinia pestis

Pest ist eine akute, hochansteckende Infektionskrankheit, die mit schweren Symptomen einhergeht. Ursache der Pest ist das Bakterium Yersinia pestis , welches von Nagetieren auf den Mensch übertragen wird. Pest ist lateinisch (pestis) und heisst Seuche.

Früher trat die Krankheit in Pandemie n auf und betraf grosse Teile der Weltbevölkerung die letzte grosse Pandemie wurde im 14. Jahrhundert verzeichnet. Damals sprach man auch vom ''Schwarzen Tod'', für den vermutlich das Bakterium Yersinia pestis verantwortlich war, obwohl auch andere Ursachen (z.B. der Milzbrand ) diskutiert werden.

Auch heute kommt es in Teilen von Afrika, Südostasien sowie Süd- und Nordamerika immer wieder zu grossen Epidemien. In Europa wird aktuell keine Pest-Aktivität vermutet.

Für einige Pest-Formen gibt es eine Schutzimpfung, die aber nur für ein paar Monate wirkt und wegen den starken Nebenwirkungen nur bedingt empfohlen wird. Für andere Formen gibt es keine Schutzimpfung. Hier können lediglich hygienische Massnahmen sowie die Isolation (Quarantäne ) von Betroffenen vor einer Pest-Infektion einen gewissen Schutz bieten.

Antibiotika sind hoch wirksam gegen die Pest, wenn sie dem Patienten frühzeitig und nicht erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium verabreicht werden. Unbehandelt führt die Pest zum Tod.

Die Krankheit ist meldepflichtig und Betroffene müssen in Quarantäne, d.h. in spezielle Infektionsabteilungen verlegt werden.

Ursachen

Das Bakterium Yersinia pestis wird z.B. von Murmeltieren, Ratten, Eichhörnchen oder infizierten Flöhen auf den Menschen übertragen. Personen, die im Wald arbeiten, sind deshalb stärker gefährdet, an einer Infektion zu erkranken.

Man unterscheidet vier verschiedene Formen von Pest:

  • Beulenpest
  • Pestsepsis
  • Lungenpest
  • Abortive Pest

In Pandemien treten meistens alle vier Formen gemeinsam auf, am häufigsten jedoch die Beulen- sowie die Lungenpest.

Beulenpest

Die Ansteckung erfolgt meist über einen Biss des Rattenflohs. Typisch an der Beulenpest sind die ca. 4 cm grossen Schwellungen (Beulen) am Hals, in der Achselhöhle und in den Leisten. Diese entstehen durch die Infektion der Lymphknoten und Lymphgefässe . Unbehandelt verbreitet sich der Erreger via Blutbahnen im ganzen Körper, was zu einer Pestsepsis sowie zum Befall anderer Organe (z.B. Lunge oder Haut) führen kann. Unbehandelt führt die Beulenpest in fast den meisten Fällen zum Tod.

Pestsepsis

Sie entsteht, wenn die Erreger in die Blutbahn gelangen. Das passiert durch offene Wunden oder als Komplikation der Beulenpest, wenn die Schwellungen nach innen platzen. Unbehandelt stirbt der Betroffene innerhalb weniger Stunden.

Lungenpest

Hier gibt es zwei Formen: die primäre und die sekundäre Lungenpest.

Die Primäre Lungenpest wird von Mensch zu Mensch als Tröpfcheninfektion weitergegeben. Der Erreger dringt direkt in die Lungen ein. Der Verlauf ist viel heftiger als bei der Beulenpest. Unbehandelt stirbt der Betroffene an einem Lungenödem und Kreislaufversagen innerhalb weniger Tage.

Die sekundäre Lungenpest ist eine Komplikation der Beulenpest, respektive der Pestsepsis.

Abortive Pest

Die abortive Pest ist die harmloseste Variante der Pest. Sie äussert sich durch leichtes Fieber und leichte Schwellungen der Lymphdrüsen. Bereits nach ein paar Tagen entwickelt der Betroffene Antikörper und ist fortan gegen diese Pestart geschützt.

Symptome (Beschwerden)

Pest: bei Sepsis blau-schwarz-Färbungen der Haut

Die Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt wenige Stunden oder Tage bis höchstens eine Woche.

Symptome

  • Grippeähnliche Beschwerden wie Fieber , Kopfschmerzen und Gliederschmerzen , starkes Krankheitsgefühl, Benommenheit bis zu Bewusstseinsstörungen
  • Zusätzlich bei der Beulenpest : Typische schmerzhafte Schwellungen (Beulen) am Hals, in der Achselhöhle, den Leisten; die Beulen (ca. 4 cm im Durchmesser) entstehen durch die Infektion der Lymphknoten und Lymphgefässe ; auf Grund der inneren Blutungen färben sich die Beulen blau-schwarz. Später fallen die Geschwüre ab.
  • Zusätzlich bei der Pestsepsis : grossflächige Haut- und Organblutungen (blau-schwarz-Färbungen der Haut); Ausserdem kann es zu Gangränbildungen kommen (Absterben von Hautgewebe besonders im Gesicht und an den Extremitäten, Fingern, Zehen , dann aufsteigend).
  • Zusätzlich bei der Lungenpest : Atemnot, Husten , Zyanose (Blaufärbung der Lippen), schwarz- blutiger Auswurf, starke Schmerzen beim Husten.

Diagnose (Untersuchung)

Pest: Nachweis des Erregers im Blut

  • Krankengeschichte unter Einbezug der Beschwerden und der Symptome (Schwellungen, Auswurf)
  • Nachweis des Erregers im Blut oder im Speichel (einfacher Schnelltest)
  • Antikörper finden sich ab ca. dem 10. Krankheitstag

Therapie (Behandlung)

Pest: frühzeitige Behandlung mit Antibiotika bringt Heilung

Bei frühzeitiger Behandlung mit Antibiotika ist eine Heilung praktisch sicher. Unbehandelt sterben viele Pestopfer.

Mögliche Komplikationen

Bei der Beulen- sowie bei der Lungenpest besteht die Gefahr der Ausbreitung des Erregers via Blutbahn in den ganzen Körper. Folgen: Pestsepsis oder Lungenpest (bei Beulenpest).

Die Pestsepsis muss vor Ablauf von 36 Stunden mit Antibiotika behandelt werden, ansonsten stirbt der Betroffene.

Wird die Lungenpest nicht behandelt, entwickelt der Betroffene ein Lungenödem , es kommt zum Kreislaufversagen, der Patent stirbt.

Vorbeugemassnahmen (Präventionsmassnahmen)

Es besteht eine Schutzimpfung gegen die Beulenpest, die aber nur etwa 6 Monate Schutz gewährleistet und sich bei Epidemien als ungenügend wirksam erwiesen hat. Die Schutzimpfung hat zahlreiche Nebenwirkungen, so  dass sie von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) nur Risikogruppen (z.B. Bauern, Jägern, Landarbeitern aus Regionen, wo infizierte Nagerpopulationen verbreitet sind) empfohlen wird.

Zur Vorbeugung müssen die Flöhe bekämpft werden, indem man Kleidung und Personen mit (pulverförmigen) Insektiziden behandelt. Die strikte Einhaltung von Hygieneregeln ist unerlässlich. Langfristig muss die Rattenausbreitung verhindert werden. Die Pflege von Pest-Betroffenen erfordert besondere Hygienemassnahmen (Handschuhe, Mundschutz, separate Kleidung etc.)

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