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Sie sind hier: Krankheitsbilder » Schlaganfall, Hirnschlag, Apoplexie, Hirnblutung 20. Januar 2017
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Schlaganfall, Apoplexie, Hirnblutung, Hirninfarkt, Hirnschlag, Subarachnoidalblutung

Definition

Schlaganfall: Durchblutungsstörung oder Hirnblutung

Plötzlich auftretende Durchblutungsstörung (Blutleere) des Gehirns. Dadurch wird das Gehirn nicht mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was eine Störung der Gehirnfunktion hervorruft. Dauert dieser Sauerstoff- und Nährstoffmangel länger an, beginnt das Hirngewebe abzusterben.

Bei einem "kleinen" Hirninfarkt können sich die Symptome nach ein paar Stunden zurückbilden, man spricht dann von einer vorübergehenden ischämischen Attacke (TIA).

Von den Durchblutungsstörungen im Gehirn muss die Hirnblutung abgegrenzt werden, welche ab und zu auch als Hirnschlag bezeichnet wird. Dort ist das Hauptproblem die Druckerhöhung im Schädelinneren, welche innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen kann.

Ursachen

  • Gefässverengung (Arteriosklerose ) der Halsschlagadern oder der Gehirnarterien
  • Gefässverschluss (Thrombose )
  • Verstopfung der Gefässe durch ein Blutgerinnsel (Embolie ) bei Herzrhythmusstörungen oder bei Fehlbildungen des Herzens, oder durch Absprengung eines Innenwandstückes der Halsschlagader
  • Hirnblutung
  • Akute Blutdruckabfälle z.B. bei Herz-Kreislauf-Stillstand oder Herzrhytmusstörungen
  • Selten Entzündungen, angeborene Missbildungen oder Verletzungen der Gehirngefässe

Risikofaktoren:

Symptome (Beschwerden)

Diagnose (Untersuchung)

Schlaganfall: Computertomographie MRI

  • Krankengeschichte und Symptome
  • Körperliche Untersuchung, speziell des zentralen und peripheren Nervensystems
  • Computertomographie zum Ausschluss/Nachweis einer Hirnblutung, MRI
  • Ultraschall
  • Elektrokardiogramm (EKG) zum Nachweis von Herzrhythmusstörungen
  • Echokardiographie (Herzfunktion, Darstellung der Herzklappen)
  • Blutuntersuchungen zum Nachweis von Blutgerinnungsstörungen

Der Schlaganfall ist ein Notfall , der sofort in ärztliche Behandlung gehört, auch wenn sich die Symptome wieder zurückbilden. Der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns hat einen grossen Einfluss auf die Überlebenschance und auf die Rückbildung der Lähmungserscheinungen.

Therapie (Behandlung)

Schlaganfall: notfallmässige Behandlung im Spital

Die Behandlung richtet sich nach der zu Grunde liegenden Ursache.

  • Hirnblutung: Neurologische Überwachung, ev. operativer Eingriff zur Druckentlastung. Meist ist eine Therapie auf der Intensivstation notwendig.
  • Gefässverschluss: Überwachung des Blutdrucks, ev. medikamentöse Lysetherapie (Auflösung des Blutgerinnsels), Blutverdünnung zur Verhinderung eines erneuten Schlaganfalls.
  • Frührehabilitation: Mit Hilfe von Krankengymnastik, Sprachtherapie und Ergotherapie  werden die verloren gegangenen Fähigkeiten wieder trainiert. Je früher damit begonnen wird, desto besser sind die Ergebnisse. Je nach Ausmass des Schlaganfalls erholt sich der Patient wieder vollständig, andere brauchen zum Teil Monate bis Jahre, bis sie Alltagsaktivitäten wieder selbständig in den Griff bekommen.

Wichtig ist ebenfalls das Behandeln von Risikoerkrankungen: Diabetes , Bluthochdruck , erhöhte Cholesterinwerte und Depressionen. Ausserdem sollten so viele Risikofaktoren wie möglich ausgeschaltet werden: Nikotinstop, Gewichtsreduktion, regelmässige Bewegung.

Mögliche Komplikationen

Es gibt ungünstige Stellen, an denen ein kleiner Infarkt schon schwerste bleibende Behinderungen hervorrufen oder den Tod bedeuten kann, wohingegen ein ähnlich grosser Infarkt an anderen Stellen möglicherweise nur leichte Symptome hervorruft. Die Prognose bei Hirnblutung ist meist relativ ernst. Neben den technischen Befunden muss bei der Prognoseeinschätzung immer auch der Verlauf in den ersten Wochen nach dem Schlaganfall berücksichtigt werden. Eine grosse Bedeutung hat die bald einsetzende Rehabilitation.

Mögliche Komplikationen sind:

Vorbeugemassnahmen (Präventionsmassnahmen)

Schlaganfall: gesunde Ernährung, viel Bewegung, Normalgewicht

  • Ausgeglichene, salzarme Ernährung
  • Bei Bluthochdruck konsequente Behandlung und regelmässige Medikamenteneinnahme
  • Rauchen vermeiden
  • Bei Zuckerkrankheit (Diabetes) konsequente Behandlung und regelmässige Medikamenteneinnahme
  • Bei Übergewicht Gewichtsreduktion
  • Regelmässige Bewegung
  • Bei entsprechender Veranlagung Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten

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