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Sie sind hier: Krankheitsbilder » Seborrhoische Dermatitis, Seborrhoisches Ekzem 26. März 2017
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Seborrhoische Dermatitis, Seborrhoisches Ekzem

Definition

Seborrhoische Dermatitis: Nicht ansteckendes Hautekzem

Bei der seborrhoischen Dermatitis handelt es sich um eine schuppige, eher fettige, chronische Entzündung der Haut. Dies zeigt sich durch einen, vor allem im Gesicht und an der Brust auftretenden, rötlichen Hautausschlag. Der Ausschlag ist mal stärker, mal schwächer und manchmal verschwindet er wieder ganz.

Betroffen sind 3-5% der Bevölkerung, meist Männer zwischen 20 und 40 Jahren. Grundsätzlich können aber Menschen jeden Alters daran erkranken. Der Hautausschlag ist nicht ansteckend!

Ursachen

Trotz der Häufigkeit der Hauterkrankung ist über deren Ursache relativ wenig bekannt. Man weiss, dass verschiedene Faktoren wie Hormonspiegel, Pilzinfektionen, Ernährungseigenheiten oder Einflüsse des Nervensystems eine Rolle spielen. Stress und Schlafmangel können die Symptome vor allem bei Männern verstärken.

Symptome (Beschwerden)

  • Bei Jugendlichen und Erwachsenen beginnt die Hauterkrankung meist mit einer leichten, fettigen Schuppung der Kopfhaut plus Rötung und Schuppung in der Falte zwischen Nase und Lippen oder hinter den Ohren, welche mit der Zeit stärker werden. Der Hautausschlag kann kommen und gehen.
  • Häufig betroffen sind Ohren, Bartgebiet, Augenbrauen, der Rumpf oder die Hautfalten unter den Brüsten.
  • Fettige Haut ist eher betroffen, als trockene
  • Die seborrhoische Dermatitis kann auch mit einer Entzündungen des Augenlids (Blepharitis) oder des äusseren Gehörgangs (Otitis externa), respektive mit Akne oder Kleienpilzflechte einhergehen.
  • Bei Säuglingen können dicke, fettige, weissliche oder gelbliche Schuppen auf dem Scheitel in Erscheinung treten, die typischerweise nicht von Juckreiz begleitet sind. Gesicht und Stirn können von einer ausgebreiteten feinen Schuppung betroffen sein.

Diagnose (Untersuchung)

Seborrhoische Dermatitis: Art und Lokalisation des Ekzems helfen zur Diagnose

Die Hautsymptome anderer Haut-Krankheiten (z.B. Schuppenflechte ) sehen denen der seborhoischen Dermatitis oft ähnlich.

Für den Hautarzt (Dermatologen) ist die Diagnose durch die Art und Lokalisation des Ausschlags und die Krankengeschichte meist kein Problem. Im Zweifelsfalle kann eine Biopsie andere Krankheiten ausschliessen.

Therapie (Behandlung)

Seborrhoische Dermatitis: Nicht zu fettige Crèmes verwenden

Allgemeinmassnahmen

  • Tägliche Gesichtspflege mit nicht allzu öligen Substanzen
  • Ev. Verzicht auf scharfe Lebensmittel oder alkoholische Getränke
  • Sonnenbestrahlung mit entsprechendem Sonnenschutz kann sich günstig auf die Entzündung auswirken.
  • Männer sollten sich regelmässig rasieren, die glatte Haut ist weniger empfindlich und anfällig
  • Stress und Schlafmangel sind zu vermeiden

Oft passiert es, dass nach Änderung der Lebensumstände der Hautausschlag so schnell verschwindet wie er aufgetaucht ist.

Medikamente

Empfohlene Medikamente zur Abheilung des Hautausschlags sind:

  • Entzündungshemmende Lotions, Crèmes (meist kortinsonhaltig) oder auch Shampoos
  • Schuppen-lösende Medikamente (Teershampoo, Salicylsäure-haltige Lotions)
  • Mittel gegen die mitverursachenden Pilze (Antimykotika)
  • Teebaumöl oder Teebaumöl-Shampoo als Alternative

Mögliche Komplikationen

Selten kann es zu Infektionen der bereits entzündeten Haut kommen, eventuell kann die irritierte Haut stellenweise bluten. Das grösste Problem bei der seborrhoischen Dermatitis ist meist kosmetischer Natur. Die betroffenen Stellen heilen normalerweise ohne Narbenbildung ab.

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