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Sie sind hier: Medizinische Onlineberatung » Beispiel 27. Februar 2017
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Gesundheitsberatung des Teams der Onlineberatung UniversitätsSpital Zürich: Beispiel

Thema Hörsturz

Frage:

Guten Tag.

Ich bin 29 jährig, hatte am 28 Nov. 08 im Büro einen Gehörsturz und war anschliessend bei Frau Dr. Müller in der ORL des Universitätsspitals Zürich in Behandlung. Nach 1 wöchiger Behandlung mit Trental leichte Besserung des Tinnitus jedoch Medikament nicht vertragen. Darauf 7 Tage 50mg Kortison mit stärkerer Besserung, jedoch vor allem morgens nach langem liegen stärkerer Tinnitus und dann abends durch Tageslärm wieder. Seit Dienstag habe ich wieder starke Geräusche und habe wieder begonnen mit 1 Tablette Kortison pro Tag mit wiederum leichter Besserung (ohne ärztliche Verordnung). Darf ich das Kortison (Prednison Axapharm 50mg) weiterhin nehmen, wie lange und in welcher Dosierung? Ich habe bedenken, da man von Langzeitschäden bei Kortisoneinnahme hört.

 

Besten Dank für Ihre Antwort im Voraus.

 

Persönliche Informationen:

  • Männlich
  • 29 in Jahren
  • 84 in kg / 177 in cm / BMI 26.81
  • leichte Darmbeschwerden durch Padma und Bärlauchtropfen.
  • 50mg Kortison, Alternativmedizinisch: Ginko Dryopteris, Padma Circosan, Bärlauchtropfen+Chlorella (Ausleitung Amalgam), EPA 2 (Omega 3), Basenpulver (Säure-Basenhaushalt)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Milcheiweiss und Milchzucker. Sonst keine.

Antwort:

Sehr geehrter Herr

 

Wir bedanken uns für Ihre Anfrage.

 

Tinnitus kommt sehr häufig vor bei einem Hörsturz.

Leider existieren weltweit keine Therapien mit wirklich guten Resultaten bei hörsturzartigen Erkrankungen. Da angenommen wird, dass die Durchblutung des Innenohrs beim Hörsturz beeinträchtigt ist, wird eine durchblutungsfördernde Therapie versucht (z.B. Trental). Bei Tinnitus konnte in Studien ein gewisser Erfolg mit Steroiden (Kortison) nachgewiesen werden. Durch die entzündungshemmende, abschwellende, membranstabilisierende und immunologische Wirkung wird eine Erholung der vermutlich geschädigten Haarzellen im Innenohr angestrebt Aber auch die Kortisontherapie wirkt leider nur beschränkt. Deshalb und wegen möglicher unerwünschter Wirkungen wird sie in vielen Ländern, so auch in den USA, gar nicht angewandt.

Die Kortisontherapie wird in der Regel für 7, maximal 10 Tage, verschrieben, und nur bei einem akuten Tinnitus. Besteht er länger als 3 Monate, kann keine medikamentöse Therapie mehr empfohlen werden.

Eine wiederholte Kortisonbehandlung ist nicht üblich und letztlich wahrscheinlich auch nicht wirksamer. Da Ihr Tinnitus aber noch nicht drei Monate dauert, Sie bereits wieder mit der Einnahme von Kortison begonnen haben und eine Verbesserung verspüren, können Sie es ja versuchen. Ich empfehle Ihnen aber dringend, die Therapie nicht länger als 10 Tage lang durchzuführen (50 mg Prednison; eine allmähliche Verminderung der Dosis, also ein so genanntes Ausschleichen, wird nicht mehr generell empfohlen. Sollten Sie allerdings in den ersten Wochen nach Therapiestopp eine fieberhafte Erkrankung erleiden oder grossem Stress ausgesetzt sein, was eine vermehrte Kortisoneigenproduktion erfordert, die nach einer medikamentösen Zufuhr ungenügend sein kann, sollten Sie den Hausarzt aufsuchen, insbesondere wenn Sie sich schlecht fühlen.)

 

Wichtig beim Hörsturz ist auch Ruhe und Stressabbau. Versuchen Sie ausserdem, mit dem Tinnitus zu leben, das Geräusch zu akzeptieren. Es besteht zwar noch eine Chance, dass sich die Situation verbessert. Es ist aber gut möglich, dass Sie wirklich damit leben müssen. In diesem Fall gibt es verschiedene Bewältigungsmethoden. Wenden Sie sich doch gegebenenfalls an die Tinnitusliga (http://www.tinnitus-liga.ch) oder an Ihren Hausarzt.

 

Wir hoffen, dass Ihnen unsere Antwort weiterhilft.

Freundliche Grüsse,
Dr. med. Frank Hermann

 

 
Mediscope - Partner UniversitätsSpital Zürich, AGB
 
25.11.2010 - dzu
 
 
 


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