Leaderboard

Sie sind hier: Pharmazeutika 24. März 2017
Fokus
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Reiseapotheke
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

Rect Top

 

 

Antibiotikaresistenz – es kann jeden treffen

Jährlich sterben um die 25‘000 Personen in Europa an Infektionen mit antibiotikaresistenten Erregern und alle fünf Minuten stirbt in Südostasien ein Kind an einer Infektion, die durch resistente Bakterien verursacht worden ist, Tendenz steigend.

Heutige Antibiotika
sind gegen viele
Krankheitserreger
resistent
 

Eine Deutsche Untersuchung lässt vermuten, dass bald mehr Menschen an multiresistenten Keimen sterben werden als an Krebs.

 

Experten vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité gehen davon aus, dass - wenn sich nicht drastisch etwas ändern würde - bis im Jahr 2050 für Europa mit einem Anstieg auf jährlich 400’000 Todesfälle gerechnet werden muss und weltweit die Zahl der Toten durch multiresistente Keime auf 10 Millionen (heute ca. 700‘000) ansteigen wird.

 

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) berichtet ebenfalls von zunehmenden Antibiotikaresistenzen in der Schweiz. Nach wie vor zählen Antibiotika seit ihrer Entdeckung vor 70 Jahren zu den bedeutendsten Fortschritten der modernen Medizin. Antibiotika werden in der Humanmedizin, in der Veterinärmedizin und in landwirtschaftlichen Bereichen gegen verschiedene Bakterienstämme eingesetzt. Damit dieser Segen sich nicht noch mehr zum Fluch wandelt, hat die WHO ein globales Aktionsprogramm gegen Resistenzen gestartet.

 

Der zum Teil übermässige und unsachgemässe Einsatz dieses Medikamentes, das Krankheitserreger töten soll, hat zu vielerlei Resistenzen geführt. Auch der erhöhte Einsatz von antibiotischen Wirkstoffen in der Tiermast wird für die Resistenz bei Menschen verantwortlich gemacht. Antibiotikaresistenz bedeutet, dass bestimmte gängig gebräuchliche antibiotische Wirkstoffe bei einzelnen oder sogar bei verschiedenen Krankheitskeimen gleichzeitig nicht mehr wirken.

 

In der Schweiz sind aktuell für die öffentliche Gesundheit folgende Resistenzen relevant:

  • MRSA, Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Bakterien: Staphylococcus aureus-Bakterien besiedeln die Haut von ca. 30% der Menschen, ohne dass diese davon krank werden. Bei reduziertem Gesundheitszustand oder nach schweren medizinischen Eingriffen können diese Bakterien jedoch zu schweren Infektionen führen. Das Problem speziell der MRSA-Stämme: Sie sind gegen die gebräuchlichsten Antibiotika, womit sie zu den bedeutendsten resistenten Krankheitserregern von Spitalinfektionen gehören.
  • Darmbakterien mit dem speziellen Enzym Extended Spectrum Beta-Lactamase (ESBL): Damit ist ein Eiweiss gemeint, das in multiresistenten Darmbakterien produziert wird und so mehrere wichtige Antibiotika wirkungslos macht. Insbesondere Bakterien wie Escherichia coli sowie Klebsiellen, die zur normalen Darmflora gehören und ESBL ausbilden, haben sich in letzter Zeit zu Problemkeimen, bei Patienten im Spital und in der Langzeitpflege entwickelt.

 

Laut WHO bedarf es deshalb einer globalen Zusammenarbeit, die gegen Antibiotikaresistenzen ankämpft. In einigen Ländern tut sich was: Deutschland z.B. hat in seiner Strategie gegen resistente Keime eine erhöhte Meldepflicht, eine verstärkte Überwachung sowie verschärfte Hygieneregeln für Kliniken angeordnet. Auch der diesjährige G7-Gipfel beschäftigte sich mit der zunehmenden Bedrohung der Multiresistenz.

 

Die Schweiz hat die Bekämpfung von Resistenzen in die gesundheitspolitischen Prioritäten der «Gesundheit 2020» aufgenommen. Ein Bundesratsentscheid sollte bis Ende 2015 vorliegen.

 

Vorgesehen Massnahmen sind:

Eine verstärkte bereichsübergreifende Überwachung, mittels lückenloser Erfassung der aktuellen Resistenzen sowie des Antibiotikaeinsatzes in Human- und Tiermedizin, Landwirtschaft und Umwelt.

  • Verbesserungsmassnahmen in der Prävention z.B. durch konsequente Umsetzung der Hygienemassnahmen im Pflege- und Spitalbereich
  • Förderung von sachgemässem Einsatz von Antibiotika z.B. durch neue diagnostische Methoden und Richtlinien.
  • Artgerechte Tierhaltung
  • Verstärkte Sensibilisierung und Weiterbildung von Fachleuten sowie Information der Bevölkerung

 

Linkempfehlung

Mediscope

09.06.2015 - dzu

 
Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

Hilfe bei Krankheiten: Kann das Internet helfen?

epatientsurvey

 

Machen Sie mit bei der grössten Befragung unter Patienten im Internet

 

Männergesundheit

 

Apothekensuche

Apotheke finden

 

 

 

 

Ihre Spezial-Apotheke

schnell, diskret, günstig

 

 

Diskussionsforen

Diskussionsforen

 

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer