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Medikamente: Preisdifferenz zum Ausland weiterhin sinkend

Die Preisdifferenz zu den sechs Vergleichsländern ist bei patentgeschützten Medikamenten nochmals markant zurückgegangen und beträgt im Durchschnitt noch 5 Prozent gegenüber 12% im Vorjahr. Höher ist mit 46 Prozent der Unterschied bei den Generika.

Gemäss den heute in Bern vorgestellten Ergebnissen ist der durchschnittliche Fabrikabgabepreis bei den 200 umsatzstärksten patentgeschützten Originalpräparaten im Ausland bei einem Wechselkurs von CHF/EUR 1.27 um 5% tiefer als in der Schweiz. Im Vorjahr betrug die Differenz noch 12% zu einem Wechselkurs von CHF/EUR 1.29. Der starke Rückgang ist eine direkte Folge der dreijährlichen Preisüberprüfungen von je rund einem Drittel der SL-Medikamente mit entsprechenden Preissenkungen im November 2012 und 2013.

 

Für Thomas Cueni, Generalsekretär von Interpharma, ist klar: «Mit den verordneten Preissenkungen liegen die Schweizer Preise von patentgeschützten Produkten schon jetzt praktisch auf dem Niveau der Vergleichsländer, zumal in diesem Jahr eine weitere Preisüberprüfungsrunde ansteht.» Thomas Binder, Geschäftsführer vips, warnt jedoch: «Die Nivellierung der Schweizer Medikamentenpreise auf das Niveau der Auslandpreise ist eine unerwünschte Entwicklung. Es besteht das Risiko, dass die Versorgung der Patienten mit neuen Medikamenten nicht mehr sichergestellt werden kann.» Demgegenüber sieht santésuisse-Direktorin Verena Nold immer noch Einsparpotenzial: «Der Wechselkurs ist weiterhin politisch um 5% überhöht und die Angleichung zum Ausland muss über die anstehende Preissenkungsrunde in diesem Jahr fortgeführt werden.»

 

Grosse Preisdifferenz bei Generika

Bei den patentabgelaufenen Medikamenten sowie den Generika basiert der Vergleich auf den rund 200 umsatzstärksten Wirkstoffen. Die Preise der patentabgelaufenen Originalprodukte waren in der Schweiz nur 1% höher als der Durchschnitt der Vergleichsländer und somit gegenüber dem Vorjahr praktisch stabil. Bei den Generika hat die Preisdifferenz von 49% im 2012 auf 46% im 2013 leicht abgenommen. Verena Nold, Direktorin santésuisse sieht da weiteren Handlungsbedarf und fordert neue Lösungen für den patentabgelaufenen Markt.

 

Nutzen muss adäquat berücksichtigt werden

Für Interpharma, vips und santésuisse ist zentral, dass in diesem Jahr eine Einigung über ein neues Preisfestsetzungssystem erzielt wird. Der Nutzen soll wieder adäquat berücksichtigt werden, womit in Zukunft der Effekt von sinkenden Wechselkursen im Ausland abgedämpft werden soll.

interpharma

13.02.2014 - dzu

 
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