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Medikamentenmarkt leidet unter Preissenkungs-Massnahmen

Der Medikamentenmarkt Schweiz nahm im vergangenen Jahr um 2.2% auf CHF 5.08 Mia. zu. Im Jahr 2011 belief sich die Zunahme auf 0.9%. Unter Berücksichtigung der weiteren Bevölkerungszunahme, des wachsenden Anteils der älteren Generation und der erweiterten Medikamentenpalette entwickelt sich damit der Medikamentenmarkt weiterhin moderat. Gemäss IMS Health wird der Medikamentenmarkt in den kommenden drei Jahren nur geringfügig zunehmen, nicht zuletzt als Folge greifender Preisregulierungen des Bundesrates.

Zeigen die Preissenkungsmassnahmen im Medikamentenmarkt Schweiz weiterhin Wirkung? Auch wenn eine wichtige vom Bundesrat verordnete Massnahme, die regelmässige Preisüberprüfung der kassenpflichtigen Medikamente alle drei Jahre, am 1. November 2012 erstmals umgesetzt worden ist, zeigen die neusten Marktdaten eine preisdämpfende Wirkung der bisherigen Regulierungen.

 

So nahm der Medikamentenmarkt 2012 trotz der Einführung verschiedener neuer Medikamente gemäss einer Analyse von IMS Health im Vergleich zum Vorjahr wertmässig von CHF 4.97 Mia. um 2.2% auf CHF 5.08 Mia. zu (Basis: Fabrikabgabepreis). Die Anzahl verkaufter Medikamentenpackungen erhöhte sich nur leicht um 0.8% auf 207.6 Mio. Einheiten (Vorjahr: 206.0 Mio.). Die Generika legten überdurchschnittlich 11.7% zu und erreichten damit im letzten Jahr einen Umsatz von CHF 548 Mio.

 

Innovative neue Medikamente mit starken Wachstum

Das Wachstum war vor allem geprägt durch neue innovative Medikamente mit hohem Therapienutzen. So legten die Medikamente zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen (so genannte Immunsuppressiva) 16% zu und erreichten einen Umsatz von rund CHF 450 Mio. Ein markantes Wachstum verzeichneten auch die antiviralen Medikamente mit 10.3% (Umsatz rund 250 Mio.) und Krebsmedikamente mit 9.9% (Umsatz rund 530 Mio.). Diese drei Medikamentengruppen machen also rund ein Viertel des gesamten Medikamentenmarktes aus.

 

Leicht höheres Wachstum im kassenpflichtigen Markt

Da die neuen innovativen Medikamente wegen ihrem hohen Nutzen in der Regel auf die Spezialitätenliste aufgenommen und damit kassenpflichtig werden, nahm dieses Marktsegment leicht stärker zu als der gesamte Medikamentenmarkt. Die wertmässige Zunahme betrug bei einem Umsatzvolumen von CHF 4.1 Mia. gegenüber dem Vorjahr 3.6%.

 

Moderates Wachstum in den nächsten Jahren

IMS Health rechnet in den kommenden drei Jahren in der Schweiz trotz der Einführung weiterer neuer, innovativer Medikamente mit einem stagnierenden Markt. Das durchschnittliche Wachstum wird pro Jahr mit 0.2% prognostiziert. In Europa wird ein durchschnittliches Wachstum von bis zu 2% erwartet, weltweit gar bis zu 6%. Das weltweite Wachstum wird na

vips Vereinigung Pharmafirmen Schweiz

24.01.2013 - dzu

 
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