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Frühlingsmüdigkeit: Vitamine und Bewegung helfen

Schlapp, müde, gähn! Höchste Zeit, der Frühlingsmüdigkeit ein Schnippchen zu schlagen, den Stoffwechsel in Schwung zu bringen und neue Energie zu tanken. Wie das geht, lesen sie hier.

 

Die Frühlingsmüdigkeit ist keine Krankheit sondern die Folge der Stoffwechselumstellung des Körpers.

 

Schuld daran hat die Zirbeldrüse im Gehirn. Sie ist verantwortlich für die Produktion des Hormons Melatonin. Melatonin steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und beeinflusst damit den Stoffwechsel.

 

Sonnenlicht, das wir über die Augen aufnehmen, bremst die Ausschüttung von Melatonin ins Blut. Nachts wird Melatonin aus den Speichern ins Blut ausgeschüttet. Dort entfaltet das Hormon seine schlaffördernde Wirkung. Bei Blinden, Schichtarbeitern und Fernreisenden ist die Melatoninausschüttung gestört, weil sie zu wenig natürliches Licht über die Augen aufnehmen können.

 

Melatonin und Serotonin: Schlaf- und Glückshormon

Dunkelheit fördert die Melatonin-Ausschüttung, weshalb sich nachts und in der dunkleren Jahreszeit auch tagsüber mehr Melatonin im Blut befindet. Bis Ende Mai ist nachweislich bei Menschen der Melatonin-Spiegel auch tagsüber erhöht. Kein Wunder fühlt man sich müde und schlapp.

 

Ein anderes Hormon, dessen Produktion ebenfalls vom Sonnenlicht abhängig ist, ist das Serotonin, auch Glückshormon oder Gute-Laune-Hormon genannt. Im Frühling ist bei vielen Menschen auch der Serotonin-Spiegel tief, was zu Unlust und zu depressiven Stimmungen führen kann.

 

Bewegung gegen Frühlingsmüdigkeit

Wie gesagt, die Symptome der Frühlingsmüdigkeit sind keine Krankheit; die Frühjahrsmüdigkeit kann aber trotzdem „behandelt“ werden:

  • Mit den Hühnern aufstehen und mit den Hühnern ins Bett; das bringt genügend Sonnenlicht-Zeit und hilft den Melatonin-Spiegel abzubauen.
  • Der Aufenthalt im Freien und regelmässige Bewegung an der frischen Luft bringen den Kreislauf in Schwung und fördern die Sauerstoffzufuhr.
  • Kneippsche Güsse, Sauna, Bewegung wie Joggen, Radfahren, Gymnastik im Freien, aber auch Spaziergänge fördern die Durchblutung und versorgen den Körper – besonders auch die Hirnzellen - mit genügend Sauerstoff und helfen so gegen Müdigkeit und Konzentrationsmangel.

 

Vitamine & Co

Im Frühling leidet man oft an einem latenten Mangel an Vitaminen, Eisen und Spurenelementen. Das kann sich in Blässe, gelegentlichen Schwindelgefühlen, Haarausfall, Juckreiz oder trockener Haut äussern.

 

Da hilft eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Kohlehydrate und wenig Fett und Eiweiss.

  • Obst und Gemüse enthalten wichtige Vitamine und Spurenelemente.
  • Kohlehydrate und Sonnenlicht fördern die Produktion von Serotonin.
  • Leichte Kost (wenig Fett, wenig Eiweiss) entlastet den Darm und macht fit.


Ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere oder Kinder im Wachstum können mit Nahrungsergänzungsmitteln (z.B. Multivitamin- und Eisenpräparaten) nachhelfen. In der Regel wird der Bedarf aber durch eine abwechslungsreiche Ernährung gedeckt.

 

Trinken Sie die Müdigkeit weg

Ebenfalls ein wichtiger Fit- und Muntermacher: Trinken, Trinken und nochmals Trinken, z.B. Wasser, Tee ohne Zucker oder verdünnte Fruchtsäfte.

 

Wer pro Tag 2 bis 3 Liter Wasser trinkt, hat mehr Energie. Damit der Stoffwechsel gut funktioniert, muss den Zellen laufend neue Flüssigkeit zugeführt werden; besonders jetzt, wo der Körper von Winter- auf Frühlingsbetrieb umstellen muss. Trinken regt die Nierentätigkeit an, wasserlösliche Stoffwechselabfälle können damit schneller ausgeschieden werden. Das gilt natürlich nicht nur im Frühling.

 

Wichtig: Die Frühlingsmüdigkeit ist keine Krankheit. Wenn die Symptome, wie extreme Müdigkeit, Schwäche oder depressive Gefühle aber über Monate anhalten, sollte man sich von einem Arzt untersuchen lassen. Möglicherweise handelt es sich um ein chronisches Müdigkeitssyndrom, eine Depression oder um eine andere Krankheit, die behandelt werden sollte. 

 

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05.04.2014 - dzu

 
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