Leaderboard

Sie sind hier: Symptome » Atemnot 26. April 2017
Fokus
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner

Rect Top

 

 

Atemnot, Atembeschwerden, Dyspnoe, Kurzatmigkeit, Luftnot

Definition

Atemnot: Erstickungsgefühle haben viele Ursachen und sind immer ein Notfall

Wer über Atemnot klagt, hat das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen. Dafür kann es objektive Gründe geben wie Verlegung der Atemwege und Erkrankungen der Lunge oder des Herzens. Das Gefühl der Atemnot kann aber auch subjektiv auftreten bei Angstzuständen

Wie äussert sich das Symptom?

Atemnot kann sich in unterschiedlicher Form und Ausprägung bemerkbar machen:

  • Kurzatmigkeit
  • Gefühl der erschwerten Atmung
  • Gefühl nicht genug Luft zu bekommen bis hin zum Erstickungsgefühl

Unterschieden werden:

  • Ruhedyspnoe: Atemnot, die bereits in Ruhe auftritt
  • Orthopnoe: Schwerste Form der Atemnot, Atmen ist nur noch in aufrechter Haltung mit Einsatz der Atemhilfsmuskular möglich. Typischerweise in sitzender Haltung (Kutschersitz)
  • Belastungsdyspnoe: Atemnot, die mit körperlichen Aktivitäten verbunden ist. Damit ist aber nicht das "ausser Atem kommen" bei körperlicher Anstrengung gemeint. Bei der Belastungsdyspnoe werden weitere Schweregrade unterschieden, je nach Stärke der Belastung, bei der die Atemnot auftritt. Insbesondere Raucher, Patienten mit Herz -Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungenkranke und Asthmatiker zeigen oft eine solche belastungsabhängige Atemnot.

Mögliche Begleitsymptome: Atemgeräusch, Husten, Auswurf, Fieber, Brustschmerzen, Herzschmerzen, Engegefühl im Brustkorb, Angst, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Bewusstlosigkeit, Kreislaufschock

Welche Krankheit kann dahinter stecken?

Es gibt viele verschieden Ursachen für Atemnot, da die Atmung ein komplexer Vorgang ist, an der nicht nur die Lunge, sondern auch Herz, Muskeln, Skelett, Gehirn und weitere Faktoren beteiligt sind. Generell ist Atemnot aber immer ein Zeichen, dass im Körper ein Sauerstoffmangel besteht oder der CO2-Gehalt (Kohlendioxid) ansteigt. Normalerweise besteht immer eine Balance zwischen den Beiden. Wird dieses Gleichgewicht gestört, reagiert der Körper mit Atemnot.

Am häufigsten tritt Atemnot in Zusammenhang mit Erkrankungen der Lunge, des Herzens oder der oberen Atemwege (Kehlkopf, Luftröhre) auf.

Atemnot bei Erkrankungen der Lunge:

Atemnot bei Kehlkopf - oder Luftröhre nerkrankungen:

Atemnot bei Infektionskrankheiten:

Atemnot bei Erkrankungen des Herzens:

Atemnot bei psychogener Ursache:

Weitere Ursachen für Atemnot:

  • Übergewicht, Fettsucht
  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • Allergischer Schock zustand (Anaphylaktischer Schock)
  • Aortenaneurysma
  • Blutzuckerentgleisung bei Diabetes (Ketoazidose)
  • Eisenmangel, Eisenmangelanämie
  • Nierenversagen (akute und chronische Niereninsuffizienz)
  • Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose)
  • Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose)
  • Schlafapnoe-Syndrom
  • Schütteltrauma beim Kind

Selbsthilfe

Bei einer akuten Atemnot ist immer ein Grund sofort den Notarzt zu rufen! (Schweiz: 144, Internationaler Notruf 112).

Allgemeine Massnahmen bei akuter Atemnot:

  • Betroffenen beruhigen
  • Ist man selbst betroffen: ruhig bleiben und hinsetzen, es gibt verschiedene Sitzpositionen, die das Atmen erleichtern (siehe unten).
  • Fremdkörper in den Atemwegen wenn möglich entfernen (z.B. Prothese, Spielzeug bei Kindern, etc.).
  • Beengende Kleidung öffnen
  • Für Frischluft sorgen, z.B. Fenster öffnen
  • Notfallmedikamente falls vorhanden anwenden (z.B. bei Asthmatiker)

Körperpositionen, die das Atmen erleichtern:

  • Oberkörper hochlagern (sitzende Position)
  • Kutschersitz (Unterarme ruhen auf den Oberschenkeln, die Hände hängen locker herunter)
  • Päckchen (Ellbogen auf Knie abstützen)
  • Torwart (Arme hochhalten)

Eine spezielle Atemtechnik - die sogenannte "dosierte Lippen bremse" - kann helfen:

So lange wie möglich gegen die nur leicht geöffneten Lippen ausatmen. Auf diese Weise wird der Atemstrom gebremst und die Bronchien bleiben weiter offen.

Allgemeine Massnahmen bei chronischer Atemnot:

  • Bekannte Auslöser vermeiden.
  • Rauchstopp
  • Medikamente genau nach ärztlicher Anordnung einnehmen, auch wenn keine Atembeschwerden bestehen.
  • Notfallmedikamente immer Griffbereit haben.
  • Atemhilfstechniken erlernen und für den Notfall üben (z.B. dosierte Lippenbremse)

Wann zum Arzt?

Bei jeder akuten Atemnot oder sich verschlechternden chronischen Atemnot soll immer ein Arzt aufgesucht werden. Bei einer schweren lebensbedrohlichen Atemnot muss sofort der Notarzt gerufen werden (Schweiz: 144, Internationaler Notruf 112).

Welcher Arzt ist zuständig?

  • Notarzt (akute Atemnot)
  • Internist (Facharzt für Innere Medizin)
  • Pneumologe (Facharzt für Lungenkrankheiten)
  • Kardiologe (Facharzt für Herzkrankheiten)
  • Internist (Facharzt für Innere Medizin)

Abklärung beim Arzt

Um sich ein genaues Bild von den aktuellen Beschwerden und den möglichen Ursachen zu machen, erfolgt zuerst die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung mit einfachen Hilfsmitteln (Betrachten, Abtasten, Abhören, Abklopfen, Funktionsprüfungen, etc.). Ausgehend von der Anamnese und der körperlichen Untersuchung können weitere spezielle Untersuchungen folgen.

Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)

  • Fragen zum Symptom Atemnot selbst: seit wann, wie schwer, in welchen Situationen (in Ruhe oder bei Belastungen), plötzlich oder allmählich aufgetreten, Verschlechterung bei körperlicher Aktivität oder in der Nacht, etc.
  • Begleitsymptome (siehe oben)
  • Vor- und Begleiterkrankungen, inklusive Operationen oder Unfälle
  • Allergien
  • Medikamenteneinnahme
  • Raucherstatus
  • Lebensumstände, beruflicher und sozialer Hintergrund
  • Lebensgewohnheiten: Ernährung, Schlaf, Genussmittel (Kaffee, Alkohol, Drogen), Stress, etc.)

Körperliche Untersuchung

Es werden Puls und Blutdruck gemessen, Herz und Lunge abgehört und Mund und Rachen inspiziert. Der Arzt achtet auf Zeichen einer gestörten Atmung (Atemgeschwindigkeit, Atemtiefe, Atemgeräusche) und eines Sauerstoffmangels (Blaufärbung der Haut, Blässe, Unruhe, Zeichen eines beginnenden Kreislaufversagens). Durch Beklopfen der Lunge kann der Arzt Unterschiede im Klopfschall feststellen, die auf eine mögliche Schleim-, Wasser- oder Luftansammlung in der Lunge hindeuten.

Weitere Diagnostik/spezielle Untersuchungen

  • Messung der Sauerstoffsättigung im Blut (Pulsoxymetrie)
  • Blutuntersuchung en
  • Blutgasanalyse (Messung der Sauerstoff-/CO2-Verteilung im Blut)
  • EKG
  • Röntgen der Lunge
  • Herzultraschall
  • Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Echokardiografie (EKG)
  • Lungenfunktionstest (Spirometrie)
  • Bronchoskopie (Spiegelung der Atemwege)
  • Allergiediagnostik

Ärztliche Behandlung

Die Therapie der Atemnot richtet sich immer nach der Ursache.

Zunächst muss aber der Betroffene von seiner akuten Luftnot befreit werden. Dazu wird meist Sauerstoff über eine Nasensonde oder einer Sauerstoffmaske verabreicht. Hyperventilierende werden in erster Linie beruhigt, damit sich die zu schnelle und zu tiefe Atmung wieder normalisiert (siehe Symptom Hyperventilation).

Behandlung von Grunderkrankungen, einige Beispiele:

  • Bakterielle Infektionen (z.B. Bronchitis, Lungenentzündung) werden mit Antibiotika behandelt.
  • Bei anderen Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD werden Medikamente zur Erweiterung der Lungenwege (Bronchien) verabreicht, die gleichzeitig die Schleimbildung und Entzündungen in den Atemwegen hemmen.
  • Eine akute allergische Schwellung im Halsbereich wird mit Allergiemedikamenten (Antihistaminika) und Kortison behandelt.
  • Ein Lungenödem (Wasser in der Lunge) im Rahmen einer Herzschwäche wird mit entwässernden Medikamenten (Diuretika) ausgeschwemmt.
  • Bei Krebs erfolgt eine Krebstherapie mit Operation, Chemotherapie oder Strahlenbehandlung.

Mehr zum Thema

Fokus-Themen (34 Ergebnisse)
Symptome (27 Ergebnisse)
Glossar (17 Ergebnisse)
Krankheiten (81 Ergebnisse)
Andere Quellen (90 Ergebnisse)


Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

Apothekensuche

Apotheke finden

 

 

 

Hilfe bei Krankheiten: Kann das Internet helfen?

epatientsurvey

 

Machen Sie mit bei der grössten Befragung unter Patienten im Internet

 

Erste Hilfe Quiz

Diskussionsforen

Diskussionsforen

 

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer