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Sie sind hier: Symptome » Brustschmerzen 23. März 2017
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Brustschmerzen, Retrosternaler Schmerz, Schmerzen auf der Brust, Thoraxschmerzen

Definition

Brustschmerzen sind beängstigend und sollten abgeklärt werden

Schmerzen über der Brust (im Fachjargon Thoraxschmerz genannt) können einerseits banale Muskel- oder Skelettschmerzen sein, andererseits aber auch eine ernsthafte Erkrankung des Herzens oder der Lunge ankündigen. Auch Magen- oder Speiseröhrenleiden können sich  als Brustschmerz äussern.  Brustschmerzen, die eher lokal, allenfalls als Druck empfunden werden, und mit keinen anderen Symptomen wie Atemnot oder Angst einhergehen, sind meist harmlos. Die typische Angina pectoris als Ausdruck einer Minderdurchblutung des Herzens wird häufig als Druck oder Enge wahrgenommen, kann in den Arm oder Hals ausstrahlen und geht nicht selten mit einem beklemmenden Gefühl oder Angst einher. Im Zweifelsfall gehört Brustschmerz in ärztliche Abklärung!

Wie äussert sich das Symptom?

Brustschmerzen (medizinisch Thoraxschmerzen) können je nach Ursache in unterschiedlichen Formen auftreten:

  • Schmerzcharakter: brennend, drückend, stechend, ziehend, etc.
  • Stärke (Intensität): unspezifisches leichtes Brennen bis hin zum schwersten Vernichtungsschmerz.
  • Art des Auftretens: plötzlicher (akuter) oder allmählicher Beginn.
  • Zeitlicher Verlauf: gleichbleibender oder im Verlauf zunehmender Schmerz, Dauerschmerz oder zeitweise auftretend und immer wieder kehrend.
  • Lokalisation: punktuell an einer bestimmten Stelle im Brustkorb oder nahezu im gesamten Brustkorb.
  • Umstände des Auftretens/Auslöser: in Ruhe oder bei körperlicher oder psychischer Belastung, beim Ein oder Ausatmen stärker, unter Kälteexposition, während oder nach dem Essen, bei bestimmten Bewegungen oder bestimmten Körperhaltungen (im Sitzen, Liegen, Stehen, etc.).

Die Art der Brustschmerzen sowie zusätzliche Beschwerden (Begleitsymptome) geben bereits wichtige Hinweise auf die mögliche Ursache:

  • Muskuläre Ursachen: eher punktueller Druckschmerz.
  • Lungenerkrankungen: atemabhängige Brustschmerzen.
  • Erkrankung der Speiseröhre: Brennen hinter dem Brustbein .
  • Erkrankungen der Wirbelsäule oder Rippen: ebenfalls eher punktförmige Schmerzen oder die Schmerzen ziehen sich entlang einer oder mehrerer Rippen.
  • Herzerkrankungen: eine Herzenge (Angina pectoris ) verursacht drückende oder brennende Schmerzen hinter dem Brustbein, die durch körperliche oder psychische Belastungen ausgelöst oder verschlimmert werden. Beim Herzinfarkt tritt ein akuter, vernichtender Schmerz auf, der mit einem Engegefühl im Brustkorb, Atemnot , Schweissausbruch und Todesangst einhergeht. Typisch (aber nicht immer) ist beim Herzinfarkt eine Schmerzausstrahlung in andere Körperregionen, meist in den linken Arm, Hals, Rücken oder Schulter.
Mögliche Begleitsymptome: Atemnot, Übelkeit , Erbrechen, Herzrasen , Herzstolpern, Fieber, Angst, Unruhe, Blutdruckabfall, Blässe, Kaltschweissigkeit

Welche Krankheit kann dahinter stecken?

Es gibt zahlreiche Ursachen für Brustschmerzen. Sie reichen von einer harmlosen Muskelverspannung bis hin zu akut lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Lungenembolie . Auch psychisch bedingte Brustschmerzen sind möglich. Zudem können Schmerzen im Bauchraum bis in den Brustkorb ausstrahlen und als Brustschmerzen wahrgenommen werden.

Zu den zahlreichen Erkrankungen, die Brustschmerzen verursachen können, zählen:

Herzerkrankungen:

Erkrankungen der Lunge und Atemwege:

Erkrankungen der Bauchorgane:

Erkrankungen der Muskeln oder Knochen im Brustkorb:

Andere Ursachen:

  • Geplatztes Aortenaneurysma (Aussackung der Hauptschlagader im Brustbereich)
  • Gürtelrose (Herpes Zoster )
  • Psychosomatische Brustschmerzen (Panikattacke, Herzneurose, Herzphobie)
  • Nebenwirkung bei Medikamenteneinnahme

Selbsthilfe

Gegen akute Brustschmerzen selbst kann man nicht viel selber tun, hier ist mit Sicherheit der Arzt gefragt. Ein gesunder Lebensstil trägt dazu bei, gewissen Ursachen von Brustschmerzen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Dazu gehören:

  • Rauchstopp
  • Gesunde Ernährung, möglichst fett- und cholesterinarm um Gefässverkalkung (Atherosklerose) zu vermeiden
  • Übergewicht reduzieren
  • Regelmässige Bewegung/Sport
  • Mässiger Alkoholkonsum
  • Stress vermeiden
  • Grunderkrankungen wie Refluxkrankheit (Sodbrennen ), Bluthochdruck oder Diabetes behandeln lassen
  • Patienten mit Herzenge sollen ihre Notfallmedikamente (Nitro-Spray, Zerbeisskapseln) immer griffbereit haben.

Wann zum Arzt?

Brustschmerzen, die längere Zeit anhalten oder immer wieder kehren, sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Insbesondere bei plötzlich auftretenden, starken Brustschmerzen ist sofort der Notarzt zu rufen, da es sich um einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie handeln könnte. Hier ist jede Minute fürs Überleben wichtig.

Absolute Warnzeichen bei Brustschmerzen sind: Übelkeit , Erbrechen, Atemnot , Schwindel , Herzrasen, Herzstolpern, Schwitzen und Angst. Sollte der Betroffene bewusstlos werden und nicht mehr atmen, sind lebensrettende Sofortmassnahmen notwendig: Notarzt rufen (Schweiz: 144, Internationaler Notruf 112) und Herzdruckmassage/Beatmung bis der Notarzt eintrifft.

Welcher Arzt ist zuständig?


Abklärung beim Arzt

Um sich ein genaues Bild von den aktuellen Beschwerden und den möglichen Ursachen zu machen, erfolgt zuerst die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung mit einfachen Hilfsmitteln (Betrachten, Abtasten, Abhören, Abklopfen, Funktionsprüfungen, etc.). Ausgehend von der Anamnese und der körperlichen Untersuchung können weitere spezielle Untersuchungen folgen.

Bei akuten Brustschmerzen wird der Arzt zunächst immer zügig prüfen, ob es sich um einen lebensbedrohlichen Zustand (Herzinfarkt , Lungenembolie ) oder um eine weniger gefährliche Ursache handelt. Dafür gibt die genaue Beschreibung der Schmerzen (Art, Lokalisation, Umstände ihres Auftretens, etc.) wichtige Hinweise.

Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)

  • Fragen zum Brustschmerz selbst: siehe Rubrik "wie äussert sich das Symptom"
  • Begleitsymptome: Atemnot , Herzstolpern , Herzrasen, Übelkeit , Erbrechen, Durchfall , Verstopfung, Schluckbeschwerden , Sodbrennen , etc.
  • Vor- und Begleiterkrankungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen, Thrombose), inklusive Unfälle, Operationen
  • Bedeutsame Erkrankungen und Todesursachen in der Familie
  • Allergien
  • Medikamenteneinnahme
  • Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen: Rauchen, Übergewicht, erhöhtes Cholesterin , Diabetes , Bluthochdruck, Herzerkrankungen bei nahen Verwandten, etc.
  • Lebensumstände, beruflicher und sozialer Hintergrund

Körperliche Untersuchung

Der Arzt prüft zuerst die Kreislauffunktionen (Puls, Blutdruck), hört Herz und Lunge ab und untersucht den Oberbauch. Besteht nur der geringste Verdacht auf einen Herzinfarkt, erfolgt sofort ein EKG (Elektrokardiogramm , Herzstromkurve) und eine Bestimmung der Herzenzyme im Blut.

Weitere Diagnostik/spezielle Untersuchungen

  • Herzkatheter-Untersuchung mit Darstellung der Herzgefässe (Koronarangiographie)
  • Ultraschalluntersuchung des Herzens
  • Röntgen (Brustkorb und/oder Bauchraum)
  • Computertomographie (CT) des Brustkorbs und/oder des Bauchraums
  • Magenspiegelung (Gastroskopie )
Mehr Informationen zur Abklärung (Diagnostik) finden Sie in den jeweiligen Krankheitsbildern

Ärztliche Behandlung

Die Behandlung von Brustschmerzen richtet sich immer nach der Ursache. Die Schmerzen können eventuell zusätzlich durch Gabe von Schmerzmitteln gelindert werden.

Einige Beispiele für die Behandlung der Ursachen bei Brustschmerzen:

  • Bei einem Herzinfarkt stehen notärztliche Sofortmassnahmen (Sauerstoffgabe, Schmerzmittel und blutverdünnende Medikamente) und die möglichst rasche Wiedereröffnung des betroffenen Herzgefässes im Vordergrund. Dies erfolgt in der Regel in der Klinik mittels Herzkatheter-Eingriff, bei dem das verschlossene Herzgefäss mit einem aufblasbaren Ballon wieder aufgedehnt wird (sogenannte Ballondillatation). In der Regel wird dabei auch eine spezielle Gefässstütze (Stent) eingesetzt, der die verengte Stelle offen hält. Falls ein Herzkatheterlabor nicht innerhalb von 2h erreichbar ist, werden stattdessen spezielle Medikamente verabreicht, die das Blutgerinnsel im Herzgefäss auflösen (sogenannte Lyse-Therapie). Unter Umständen kann als spezieller Notfalleingriff eine Bypass -Operation erforderlich sein, z. B. wenn ein Herzkatheter-Eingriff nicht zum Erfolg führt und gleichzeitig schwerste Infarktkomplikationen drohen.
  • Brustschmerz infolge einer Herzenge (Angina pectoris ) lassen sich gut mit gefässerweiternden Medikamenten (sogenannte Nitrate) behandeln, die im Anfall als Spray oder als Kapsel zum Zerbeissen einfach verabreicht werden können.
  • Die Lungenembolie wird mit Sauerstoffgabe und blutverdünnenden Medikamenten behandelt. Damit wird die Bildung weiterer Blutgerinnsel verhindert. Kommt es trotz dieser Behandlung zu wiederholten Lungenembolien, kann ein Schirmchen eingesetzt werden, dass die Thromben abfängt, bevor sie in die Lunge gelangen.
  • Schmerzen in der Speiseröhre infolge eines Rückflusses von Magensaft (Sodbrennen) werden mit Medikamenten gegen Sodbrennen oder in ausgeprägten Fällen operativ behandelt.
  • Brustschmerzen, die vom Skelettsystem oder der Muskulatur ausgehen, werden am besten zunächst mit Krankengymnastik, Massagen, Akupunktur, etc. angegangen.

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