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Sie sind hier: Symptome » Mundgeruch 26. April 2017
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Mundgeruch, Foetor ex ore, Halitosis, Schlechter Atem

Definition

Mundgeruch ist lästig und entsteht häufig nahrungsbedingt, durch Rauchen, Alkohol oder aufgrund schlechter Zahnhygiene

Unter Mundgeruch versteht man einen unangenehmen Geruch der ausgeatmeten Luft einer Person. Ein solcher entsteht durch flüchtige Schwefelverbindungen, welche sich häufig durch bakterielle Zersetzung oder in abgestorbenem Gewebe bilden. Die Ursache für einen schlechten Atem kann einerseits entweder vorübergehend oder chronisch bestehen und andererseits lokalen oder systemischen Ursprungs sein. Lokale Gründe für Mundgeruch können schlechte Zahn- und Mundhygiene, Entzündungen oder Infektionen, Tabak- oder Alkoholkonsum oder Tumoren im Mund- Rachen Raum sein. Systemische Krankheiten, welche mit Mundgeruch einhergehen können, sind Stoffwechselstörungen (Diabetes ), Leber- und Nierenkrankheiten oder Erkrankungen der Speiseröhre.

Wie äussert sich das Symptom?

Als Mundgeruch bezeichnet man einen unangenehmen Geruch des Atems respektive der Ausatemluft.

Mundgeruch kann vorrübergehend auftreten und harmlos sein (z.B. nach dem Essen von stark riechenden Speisen, morgendlicher Mundgeruch), er kann aber auch dauerhaft bestehen und ist dann vor allem für direkte Mitmenschen sehr störend. Der Betroffene nimmt den schlechten Atem oft selbst gar nicht wahr.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen:

  • Mundgeruch, der nur vom Mundraum verursacht wird, das heisst, er tritt nur auf, wenn der Betroffene aus dem Mund ausatmet (medizinisch: Foetor ex ore).
  • Mundgeruch, der ausserhalb der Mundhöhle entsteht und daher in der Atemluft aus Mund und Nase festgestellt werden kann (medizinisch: Halitosis).

Mundgeruch aus dem Mundraum wird vor allem durch flüchtige Schwefelverbindungen verursacht, die von Bakterien gebildet werden, die in Mund, Rachen und Nase leben und sich von Nahrungsresten, abgestorbenen Schleimhautzellen und Speichel ernähren. Bei schlechter Mund- und Zahnhygiene, aber auch in Zahnfleischtaschen, Zahnlöchern oder überstehenden Füllungen und Kronen, können sich diese Bakterien stark vermehren und so den üblen Mundgeruch verursachen.

Es gibt auch Menschen, die fest davon überzeugt sind, unter Mundgeruch zu leiden, obwohl kein Mundgeruch vorliegt. Diese Menschen leiden unter einer Halitophobie, also einer Angst Mundgeruch zu haben.

Mögliche Begleitsymptome: Unangenehmer Geschmack, Mundtrockenheit

Welche Krankheit kann dahinter stecken?

Mundgeruch kann viele verschiedene Ursachen haben. Neben harmlosen und vorübergehenden Auslösern wie geruchsintensive Speisen und Getränke, liegen die Ursachen in den meisten Fällen direkt in der Mundhöhle. Am häufigsten sind es Zahn- und Zungenbeläge oder Zahnfleischprobleme. Selten liegen die Ursachen ausserhalb der Mundhöhle. Dazu gehören Störungen oder Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, im Magen-Darm-Trakt, in den Atemwegen sowie Stoffwechselstörungen. Auch Stress oder manche Medikamente, v.a. die den Speichelfluss reduzieren (z.B. Parkinson -Medikamente) oder das bakterielle Gleichgewicht stören (z.B. Antibiotika ) können Grund für schlechten Atem sein.

Mögliche Ursachen für Mundgeruch in der Mundhöhle :

  • Schlechte Mund- und Zahnhygiene (Speisereste in Zahnzwischenräume, Zungenbeläge)
  • Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischbluten (Gingivitis)
  • Karies , überstehende Füllungs- oder Kronenränder
  • Mundtrockenheit (morgendlicher Mundgeruch nach Schlafen mit offenem Mund)
  • Entzündungen der Mundschleimhaut
  • Infektionen im Mundraum, z.B. Pilzinfektionen (Kandidose)

Mögliche Ursachen für Mundgeruch ausserhalb der Mundhöhle :

Selbsthilfe

In den meisten Fällen entsteht Mundgeruch in der Mundhöhle selbst, am häufigsten durch Zahn- und Zungenbelag oder Zahnfleischprobleme. Daher kann man einiges selber tun, um Mundgeruch zu vermindern oder ganz zu beseitigen. Diese Massnahmen eignen sich natürlich auch zur Vorbeugung von Mundgeruch:

  • An erster Stelle steht eine gründliche und tägliche Zahn- und Mundhygiene, zu der auch Zahnseide und die Reinigung der Zunge mit einem geeigneten Zungenschaber gehören. Hier kann der Zahnarzt im Einzelfall genaue Instruktionen geben.
  • Antibakterielle Mundspüllösungen wirken desinfizierend und beseitigen einen Teil der geruchsverursachenden Bakterien. Aber nicht jede Mundspüllösung ist geeignet, da sie auf Dauer auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können, wie Verfärbungen der Zähne und Zunge, Geschmacksstörungen oder Störungen des Bakteriengleichgewichts im Mund. Eine solche Anwendung sollte daher immer mit dem Zahnarzt abgesprochen werden.
  • Andere Einflussfaktoren vermindern oder beseitigen, wie Stress, Rauchen, Mundatmung, zu geringe Trinkmenge
  • Ursachen wie Zahndefekte (Karies, undichte oder überstehende Füllungen, etc.) oder Zahnfleischprobleme vom Zahnarzt beseitigen lassen.
  • Herausnehmbaren Zahnersatz sorgfältig reinigen und pflegen
  • Ausreichend Trinken und das Kauen von Kaugummis befeuchten einen trockenen Mund und vermindern so Mundgeruch.
  • Geruchshemmende Massnahmen wie bewährte Hausmittel (Petersilie, Zimt, Nelken, Anis, etc.) oder andere geruchsüberdeckende Produkte wie Kaugummis und Ähnliches können zwischendurch hilfreich sein, um Mundgeruch zu überdecken. Das Problem selbst wird aber nicht beseitigt.

Wann zum Arzt?

Mundgeruch, den man sich nicht erklären kann (z.B. Knoblauch, Zwiebel, Alkohol, Nikotin, etc.) oder Mundgeruch, der trotz gründlicher Mundhygiene und unabhängig vom Essen über längere Zeit besteht, sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Denn nur wenn die Ursache feststeht, kann eine gezielte Behandlung erfolgen.

Welcher Arzt ist zuständig?

Abklärung beim Arzt

Um sich ein genaues Bild von den aktuellen Beschwerden und den möglichen Ursachen zu machen, erfolgt zuerst die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung mit einfachen Hilfsmitteln (Betrachten, Abtasten, Abhören, Abklopfen, Funktionsprüfungen, etc.). Ausgehend davon können weitere spezielle Untersuchungen folgen.

Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)

  • Fragen zum Symptom Mundgeruch selbst: seit wann besteht der Mundgeruch bzw. wie lange ist der Mundgeruch bewusst, wie schwer schätzt man den Mundgeruch selbst ein, Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmitteln, besteht auch ein unangenehmer Geschmack im Mund oder Mundtrockenheit, wird viel durch den Mund geatmet, gibt es in der Familie gehäuft Zahnkranheiten oder Probleme mit Mundgeruch, wie sieht die tägliche Mund- und Zahnhygiene aus, erfolgen regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt, wird geschnarcht, etc.
  • Begleitsymptome (siehe oben)
  • Vor- und Begleiterkrankungen, inklusive Operationen oder Unfälle
  • Bedeutsame Erkrankungen und Todesursachen in der Familie
  • Allergien
  • Medikamenteneinnahme
  • Lebensumstände, beruflicher und sozialer Hintergrund
  • Lebensgewohnheiten: Bewegung, Ernährung, Schlaf, Genussmittel (Kaffee, Rauchen, Alkohol, Drogen), Stress, etc.

Körperliche Untersuchung
Den Mundgeruch selbst kann der Arzt leicht mit dem eigenen Geruchsinn feststellen. Zusätzlich kann mit dem sogenannten Halimeter die Konzentration flüchtiger Schwefelverbindungen in der Atemluft gemessen werden. Dadurch lassen sich genauere Aussagen über die Mundgeruchsstärke machen. Zur körperlichen Untersuchung gehören vor allem die genaue Inspektion der Mundhöhle sowie eine allgemeine Ganzkörperuntersuchung.

Weitere Diagnostik/Spezielle Untersuchungen
  • Untersuchungen beim HNO- Facharzt
  • Untersuchungen beim Zahnarzt

Ärztliche Behandlung

Die Therapie von Mundgeruch richtet sich nach dessen Ursache, wobei die zuverlässige Beseitigung der geruchsbildenden Bakterien im Mund an erster Stelle steht. Andere Ursachen ausserhalb der Mundhöhle werden entsprechend gezielt behandelt.

Beispiele für mögliche Behandlungen bei Mundgeruch:

  • Professionelle Zahnreinigung mit Instruktionen zur Verbesserung der täglichen Zahn- und Mundhygiene, insbesondere der Zahnzwischenräume und Zunge
  • Behandlung von Zahndefekten (Karies, undichte oder überstehende Füllungen, etc.) oder Zahnfleischproblemen
  • Gezielte Behandlung von Erkrankungen ausserhalb des Mundraumes, z.B. chronische oder akute Halsentzündung, chronischer Atemwegserkrankungen, Blutzuckereinstellung, etc.
  • Psychotherapeutische Behandlung bei psychisch bedingtem Mundgeruch
  • Stressreduktion bei stressbedingtem Mundgeruch

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